25 Jahre Ferenc-Fricsay-Akademie

Seit 1992 engagiert sich die Ferenc-Fricsay-Akademie des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin für den künstlerischen Nachwuchs. Der ist jung, hochtalentiert, bestens ausgebildet, technisch brillant, künstlerisch neugierig. Erfahrungen im Orchesterspiel werden im Instrumentalstudium jedoch nur sehr begrenzt vermittelt. Damit die erste Orchesterstelle nicht zum Sprung ins kalte Wasser wird, nimmt die Orchesterakademie diese Aufgabe selbst in die Hand:

Zehn junge Musikerinnen und Musiker, die sich in Probespielen bewährten, haben jeweils zwei Jahre lang die Möglichkeit, die Arbeit eines professionellen Orchesters von innen kennenzulernen: Sie spielen DSO-Konzerte mit und nehmen an Rundfunk- und CD-Aufnahmen teil.

Der Namensgeber

Ferenc Fricsay war ab 1948 erster Chefdirigent des RIAS-Symphonie-Orchesters (heute DSO). Er trug maßgeblich zur Entwicklung und Gestaltung des Berliner Musiklebens nach dem Krieg bei. Gerade für junge Musikerinnen und Musiker am Beginn ihrer professionellen Laufbahn war er eine inspirierende Persönlichkeit, da er für die Interpretation des klassischen und romantischen Repertoires unkonventionelle Ansätze bereithielt und als ein sensibler Vermittler zeitgenössischer Musik Pioniergeist bewies. Mit Gründung der nach ihm benannten Orchesterakademie wurde die Nachwuchsforderung, ein Hauptanliegen des ungarischen Dirigenten, wieder aufgegriffen.

Mehr als nur Orchesterspiel

Den Akademistinnen und Akademisten stehen mit den Geigerinnen Kamila Glass und Elena Rindler, selbst ehemalige Akademie-Mitglieder, sowie dem Kontrabassisten Matthias Hendel drei DSO-Kollegen mit Rat und Tat in allen Belangen des Orchesteralltags zur Seite. Die Akademisten nehmen an Probespielworkshops teil und werden von den Stimmführern des DSO unterrichtet. Kammermusik, die beste Schule für sensible musikalische  Kommunikation, ist ebenfalls Teil des Curriculums: Am 27. Mai präsentieren sich die Ferenc-Fricsay-Akademisten wie gewohnt gemeinsam mit Mitgliedern des DSO in einem Kammerkonzert. Anlässlich des 25. Akademie-Jubiläums sind sie erstmali auch mit Werken für Kammerorchester zu erleben – das Konzert am 16. November steht unter der Leitung des neuen Chefdirigenten Robin Ticciati.
 

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Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin bietet freie Positionen in der Orchesterakademie für folgende Instrumentengruppen: Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass

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