60 Jahre »Stars der Zukunft«

Junge Virtuosen, ambitionierte Programme, große Reichweite – mit diesem Erfolgsrezept gehört ›Debüt im Deutschlandfunk Kultur‹ zu den spannendsten und traditionsreichsten Konzertreihen des öffentlich-rechtlichen Hörfunks in Deutschland. Die 60. Spielzeit wird in der Saison 2019 | 2020 mit einem großen Jubiläumskonzert gefeiert.

Gegründet 1959 vom Rundfunk im amerikanischen Sektor (RIAS), liefen die Orchesterkonzerte in den ersten Jahrzehnten unter dem Titel ›RIAS stellt vor‹, später als ›Debüt im Deutschlandradio Kultur‹. Seit der Umbenennung des titelgebenden Radiosenders am 1. Mai 2017 heißt die Reihe nun ›Debüt im Deutschlandfunk Kultur‹. Seit 1988 | 1989 gehören auch Kammerkonzerte zum bewährten Profil. Von Radiomachern für Radiohörer erfunden, werden die Konzerte bis heute bevorzugt live und deutschlandweit übertragen.

Das erste konzert der reihe ›rias stellt vor‹ am 3.11.1959 mit dem pianisten anton kuerti und dirigenten christoph stepp. bild: deutschlandfunk kultur
Das erste Konzert der Reihe ›RIAS stellt vor‹ am 3.11.1959 mit dem Pianisten Anton Kuerti und dem Dirigenten Christoph Stepp. Foto: Deutschlandfunk Kultur

Neugierig machen

Am Konzept der Orchesterkonzerte hat sich in den 60 Jahren aber zu Recht nichts geändert: Drei junge Musikerinnen oder Musiker, die sich nicht nur virtuos in internationalen Wettbewerben behaupteten, sondern auch schon früh zu einer »eigenen Stimme« gefunden haben, erhalten die Gelegenheit, zusammen mit dem DSO vor großem Publikum in der Philharmonie zu debütieren. Auch der dramaturgische Aufbau mit zwei Solisten und einem Dirigenten hat sich bewährt. Ungewöhnlich ist, dass die Nachwuchskünstler frei bestimmen dürfen, mit welchen Werken sie sich vorstellen. Unbekanntes ist dabei stets hochwillkommen, schließlich möchte die Reihe neugierig machen – auf junge Musikerinnen und Musiker, aber auch auf Randstücke des Repertoires.

Karrieresprungbrett für Spitzenmusiker

Die Liste der Debütanten, die nach Berlin eingeladen waren, bevor sie weltberühmt wurden, ist lang. Jacqueline Du Pré und Daniel Barenboim (beide 1963), Jessye Norman (1969) und Simon Rattle (1977) gehörten dazu, aber auch Jewgenij Kissin (1987), Cecilia Bartoli (1988) und der frühere DSO-Chefdirigent Tugan Sokhiev (2003). Auch in den DSO-Konzerten der aktuellen  Saison sind mit Martin Helmchen, Leonidas Kavakos, Sakari Oramo, Santtu-Matias Rouvali, Antoine Tamestit und Jean-Yves Thibaudet etliche Künstler vertreten, für die ihr ›Debüt‹-Konzert den Anfang einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Orchester bedeutete.

Das große Jubiläumskonzert am 28. Oktober gestalten unter der Leitung von Lawrence Foster und Andrew Litton zahlreiche namhafte ehemalige Debütantinnen und Debütanten, darunter Daniel Müller-Schott, Arabella Steinbacher, Anna Vinnitskaya und Tabea Zimmermann. Und am 10. Juni lassen sich dann mit der Dirigentin Ruth Reinhardt, der Geigerin Diana Adamyan und der Trompeterin  Selina Ott spannende Nachwuchskünstlerinnen kennenlernen.

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Debüt im DLF Kultur