Biografie
Der 1994 in Seoul geborene und seit 2017 in Berlin lebende Pianist Seong-Jin Cho begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierspiel, sein erstes öffentliches Konzert gab er als Elfjähriger. Seine 2012 bei Michel Béroff am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique begonnenen Studien schloss er 2015 ab.
Im Jahr 2009 wurde er der jüngste Gewinner des internationalen Hamamatsu-Klavierwettbewerbs in Japan. 2011 gewann er im Alter von 17 Jahren den Dritten Preis beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Internationale Aufmerksamkeit errang er, als er 2015 den Ersten Preis beim prestigeträchtigen Chopin-Wettbewerb in Warschau gewann. In Anerkennung seiner außergewöhnlichen Beiträge zur klassischen Musikwelt wurde er 2023 mit dem renommierten Samsung Ho-Am Prize in the Arts ausgezeichnet. In der Saison 2024/2025 war er Artist-in-Residence der Berliner Philharmoniker.
Solo-Abende gibt der Künstler in so renommierten Konzertsälen wie der Carnegie Hall, dem Concertgebouw in Amsterdam, dem Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, der Suntory und der Walt Disney Hall und dem Münchner Prinzregententheater. Zudem gastierte Seong-Jin Cho u. a. beim La Roque d’Anthéron Festival, beim Verbier und Gstaad Menuhin Festival sowie bei den BBC Proms.
Der Pianist ist u. a. mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle, dem Pittsburgh Symphony Orchestra und Manfred Honeck, dem Boston Symphony Orchestra und Hannu Lintu sowie dem Cleveland Orchestra und Franz Welser-Möst aufgetreten. Tourneen unternahm er u. a. mit dem New York Philharmonic und Jaap van Zweden, dem Philadelphia Orchestra und Yannick Nézet-Séguin sowie den Wiener Philharmonikern mit Andris Nelsons.
Seong-Jin Cho ist Exklusiv-Künstler der Deutschen Grammophon und hat dort bereits mehrere von der internationalen Kritik gelobte Alben herausgebracht. Die erste CD von 2016 ist Musik von Chopin gewidmet und enthält dessen vier Balladen sowie das Erste Klavierkonzert mit dem London Symphony Orchestra und Gianandrea Noseda. Ein Solo-Album mit Werken von Debussy folgte 2017. Auf der Mozart-CD aus dem Jahr 2018 sind Sonaten und das d-Moll-Konzert des Komponisten mit dem Chamber Orchestra of Europe und Yannick Nézet-Séguin zu hören. In einer Einspielung von 2020 interpretiert der Künstler Werke von Schubert, Berg und Liszt. 2023 folgte sein Solo-Album »The Handel Project«, 2025 gleich zwei Veröffentlichungen, die sich der Musik Ravels widmen: die Gesamteinspielung der Solowerke sowie die Klavierkonzerte des Komponisten.
April 2025