Biografie

Marc Albrecht war von 2011 bis 2020 Chefdirigent der Dutch National Opera sowie des Netherlands Philharmonic und des Netherlands Chamber Orchestra. Unter seiner musikalischen Leitung wurde die Nationaloper Amsterdam im Mai 2016 mit dem International Opera Award als Opernhaus des Jahres ausgezeichnet. In der aktuellen Saison 2025/2026 ist er designierter Chefdirigent des Antwerp Symphony Orchestra und übernimmt dort mit der Saison 2026/2027 die Position des Chefdirigenten.

Ab 1995 war er für sechs Jahre als Generalmusikdirektor am Staatstheater Darmstadt tätig und für vier Jahre Erster Gastdirigent an der Deutschen Oper Berlin, von wo aus er als Chefdirigent und künstlerischer Leiter zum Orchestre Philharmonique de Strasbourg wechselte.

Seitdem ist er ein gefragter Gast an internationalen Opernhäusern. 2013 gab er mit ›Die Frau ohne Schatten‹ sein Debüt an der Mailänder Scala. Seine langjährige Verbindung zur Deutschen Oper Berlin wurde 2018 mit der Neuinszenierung von Korngolds ›Das Wunder der Heliane‹ fortgeführt. Im gleichen Jahr gab er an der San Francisco Opera sein US-Debüt mit Straussʼ ›Arabella‹. Im Juni 2019 kehrte er mit ›Boris Godunow‹ zurück an das Londoner Royal Opera House.

Er war zudem bei renommierten Festivals wie den Bayreuther Festspielen (›Der fliegende Holländer‹), in Aix-en-Provence (›Ariadne auf Naxos‹) und den Salzburger Festspielen (›Lulu‹) zu erleben. Bei den BBC Proms dirigierte er zuletzt das Royal Philharmonic Orchestra, wo er Auszüge aus Wagners ›Götterdämmerung‹ aufführte.

Konzertengagements verbinden ihn mit namhaften Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, der Dresdner Philharmonie und dem DSO ebenso wie dem Orchestre National de France, dem Orquesta Sinfonica y Coro de RTVE, dem Gulbenkian Orchestra und dem Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai in Turin. Außerhalb Europas arbeitet er mit dem Cleveland Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra, dem Orquestra Sinfônica do Estado de Sao Paulo sowie dem Taiwan Philharmonic und dem Seoul Philharmonic Orchestra zusammen.

Seine Diskografie umfasst Einspielungen symphonischer Werke als auch Live-Aufnahmen von Opern. Gleich zweimal erhielt er den Opus Klassik in der Kategorie ›Beste Operneinspielung des 20./21. Jahrhunderts‹ – für Korngolds ›Das Wunder der Heliane‹ (Naxos) und für Zemlinskys ›Die Seejungfrau‹ (Pentatone) mit dem Netherlands Philharmonic Orchestra. Die Produktion von Alban Bergs ›Wozzeck‹ an der Dutch National Opera (2017) wurde für einen Grammy in der Kategorie ›Best Opera Recording‹ nominiert. Die 2024 erschienene Aufnahme von Zemlinskys ›Eine florentinische Tragödie‹ bei Pentatone fand große Beachtung in der Fachpresse.

April 2025

Konzerte mit Marc Albrecht