Biografie

Jan Vogler begann seine Karriere als erster Konzertmeister Violoncello in der Sächsischen Staatskapelle Dresden im Alter von 20 Jahren. Diese Position gab er 1997 auf, um sich ganz auf seine Tätigkeit als Solist zu konzentrieren.

Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn zählen Auftritte mit dem New York Philharmonic, sowohl in New York als auch im Rahmen der Wiedereröffnung der Dresdner Frauenkirche im November 2005 unter Lorin Maazel. Der Cellist konzertierte mit Orchestern wie dem Chicago, Boston, Pittsburgh Orchestra, dem Orchester am Mariinski-Theater, der Sächsischen Staatskapelle, den Wiener Symphonikern und den Münchner Philharmonikern.

Sein besonderes Interesse für die Musik der Gegenwart führt ihn mit zeitgenössischen Komponisten zusammen, die ihm Stücke widmen, etwa Jörg Widmann mit dem Cellokonzert ›Dunkle Saiten‹. Zu den zahlreichen Uraufführungen zählt das Doppelkonzert von Wolfgang Rihm, die der Cellist gemeinsam mit seiner Frau, der Geigerin Mira Wang in der New Yorker Carnegie Hall gespielt hat.

Als leidenschaftlicher Kammermusiker arbeitet Jan Vogler besonders eng mit den Pianisten Martin Stadtfeld und Hélène Grimaud zusammen. Bei dem Moritzburg Festival, das er seit vielen Jahren leitet, kann er die Liebe zur Kammermusik mit namhaften Musikerinnen und Musikern teilen.
Darüber hinaus ist Jan Vogler seit 2008 Künstlerischer Leiter der Dresdner Musikfestspiele. Dort war er im Mai 2013 mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Kent Nagano zu erleben.

Zu seiner umfangreichen Diskografie gehört auch die gefeierte Einspielung von Bachs Cello-Suiten, für die der Künstler 2014 mit dem ECHO Klassik in der Kategorie ›Instrumentalist des Jahres‹ ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschien die erste CD des Dresdner Festspielorchesters unter Ivor Bolton mit Schumanns Cellokonzert.

Jan Vogler spielt das Stradivari-Cello ›Castelbarco/Fau‹ von 1707.