Biografie

Der französische Dirigent Stéphane Denève erhielt seine musikalische Ausbildung am Pariser Konservatorium. Den Grundstein für seine internationale Pultkarriere legte er im Jahr 1995 als Assistent von Sir George Solti beim Orchestre de Paris sowie an der Opéra national de Paris. Bei George Prêtre und Seiji Ozawa setzte er seine Arbeit fort. Seine erste Position als Chefdirigent übernahm er 2005 beim Royal Scottish National Orchestra, gefolgt vom Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, dessen Leitung er bis 2016 innehatte. Seit 2015 ist Stéphane Denève Musikdirektor bei den Brüsseler Philharmonikern, seit 2019 bekleidet er dasselbe Amt beim St. Louis Symphony Orchestra.

Neben einem breiten Repertoire, das sämtliche Epochen und Stile umfasst, bilden die Werke französischer Komponisten wie Grétry, Debussy, Ravel, Berlioz, Roussel, Fauré und Poulenc einen gewichtigen Teil seines künstlerischen Schaffens, ebenso wie zeitgenössische Kompositionen. So lagen die Uraufführungen zahlreicher Werke des Franzosen Guillaume Connesson in seinen Händen.

Gastdirigate führten ihn u. a. zu den US-amerikanischen Orchestern von Boston, Chicago, Philadelphia, Cleveland, New York und Los Angeles. Darüber hinaus gastierte Denève beim Royal Concertgebouw, NHK und London Symphony Orchestra, den Münchner Philharmonikern und dem Rotterdam Philharmonic. Jüngste Auftritte führten ihn zur Tschechischen Philharmonie, dem Orchestre National de France und den Wiener Symphonikern. 2020 dirigierte Denève das Nobelpreiskonzert mit den Stockholmer Philharmonikern. Beim DSO war er zuletzt im Dezember 2021 mit Werken von Elgar, Roussel und Ravel zu Gast.

Auch als Operndirigent ist Stéphane Denève gefragt und leitete kürzlich eine Neuproduktion von Debussys ›Pelléas et Mélisande‹ mit dem Royal Concertgebouw Orchestra beim Holland Festival. Außerdem wirkte an so renommierten Häusern wie dem Royal Opera House in Covent Garden, der Mailänder Scala, dem Gran Teatro de Liceu in Barcelona, der Deutschen Oper Berlin, der Opéra National de Paris sowie beim Glyndebourne Festival.

Zahlreiche seiner CD-Aufnahmen wurden mit Preisen ausgezeichnet, u.a. gewann er drei Mal den Diapason d’Or of the Year sowie den Preis für symphonische Musik bei den International Classical Music Awards. Seine 2019 erschienene Live-Aufnahme von Honeggers ›Jeanne d’Arc au bûcher‹ mit dem Royal Concertgebouw Orchestra erhielt u.a. den Caecilia Award und den CHOC of the Year des Classica Magazine.

April 2022

Konzerte mit Stéphane Denève

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