Symphonieorchester trifft auf elektronische Musik am 29.09.2017

Im Rahmen des Mini-Festivals zur Einführung des neuen Chefdirigenten begab sich Robin Ticciati nur wenige Tage nach seinem Antrittskonzert in der Philharmonie auf völlig anderes Terrain: Ins Kraftwerk Berlin, der einhundert Meter langen Turbinenhalle eines ehemaligen Heizkraftwerks an der Köpenicker Straße. Seit 2013 ist hier das Festival ›Berlin Atonal‹ beheimatet, eine der international anerkanntesten Plattformen für die Entwicklung und Aufführung experimenteller elektronischer Musik und Klangkunst. Am 29. September trafen das DSO und ›Berlin Atonal‹, Orchestermusik und die innovative zeitgenössische elektronische Klänge hier aufeinander. »Eine ›Sequenza‹ von Berio, Ives’ ›Unanswered Question‹, Bachs Violinkonzert E-Dur erklingen von verschiedenen Positionen im Raum, ehe sich das gesamte Orchester auf großer Bühne zu Ligetis ›Atmosphères‹ und Debussys ›La mer‹ zusammenfindet«, beschrieb Robin Ticciati den Versuchsaufbau. »Dazwischen blenden wir zwei Neukompositionen« – Auftragswerke für Elektronik allein und für Elektronik und Streichsextett, die von ›Berlin Atonal‹ eigens für diesen Anlass kuratiert wurden. Die große Synthese wagte schließlich Moritz von Oswald mit einer Komposition für Orchester und Elektronik, die das DSO bei dem klassisch ausgebildeten Schlagzeuger und Technopionier in Auftrag gegeben hat.

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