Programm

Duke Ellington
›Harlem‹, orchestriert von Luther Hendersen und Maurice Peress

Ondrej Adámek
›Kameny‹ für Chor und 16 Instrumente

Spiritual
›Deep River‹ für Chor und Orchester

Antonín Dvořák
Symphonie Nr. 9 e-Moll ›Aus der Neuen Welt‹

Spiritual
›Steal Away‹ für Chor und Orchester

Mitwirkende

Robin Ticciati

RIAS Kammerchor
Ondrej Adamek Choreinstudierung

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Zum Konzert

Ein weites Feld öffnet sich, wenn Duke Ellington und Ondřej Adámek in diesem Konzert zusammentreffen. Sie geben einen differenzierten Eindruck von den Brücken, die sich von Dvořák, dem Schwerpunktsetzer in den Programmen dieser Spielzeit, schlagen lassen. Robin Ticciati und das DSO führen sie zurück an ihre Anfänge, zu dessen Neunter »Aus der Neuen Welt«, dem Höhepunkt und Abschluss seines symphonischen Schaffens.

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»Er möge helfen, die neue Welt der Musik dem Kontinent hinzuzufügen, den Columbus fand« – die Festansprache zu Dvořáks Dirigierdebüt in der Carnegie Hall zeigt die großen Erwartungen, mit der sich seine Ankunft in den Vereinigten Staaten verband. Sofort wurde er mit allerlei Material versorgt, das ihm als Grundlage für die Schaffung einer amerikanischen Kunstmusik dienen sollte. Auch Spirituals und Plantagenlieder fanden sich darunter, die er als »glänzenden Melodieschatz« und »wirkliche Grundlage einer jeden ernsthaften und originellen Schule der Komposition« empfand. Was er dann als Anklänge in sein Werk übertrug, erfuhr wenige Jahre später eine ganze eigene, genuin amerikanische Ausprägung: Jazz. Edward Kennedy Ellington, der Duke, war als Komponist, Bandleader und Pianist eine seiner prägendsten Persönlichkeiten. Wie Dvořák hielt er die Grenzen zwischen kunstvollen und unterhaltenden Klängen in der Schwebe. Seinen Fundus an populärer Musik, instrumentalem und improvisatorischem Können öffnete er für die klassischen großen Formen, zum Beispiel in der symphonischen ›Harlem‹-Suite.

Die tschechische Avantgarde kommt mit dem Chorwerk ›Kameny‹ des Wahlberliners Ondřej Adámek zu Gehör. Auch er bezieht die Inspiration für sein Schaffen aus anderen Ländern. Neben der Musik sind es vor allem kulturelle Phänomene und die Konfrontation vom Natürlichen mit dem künstlich Mechanischen, die sein Schaffen charakterisieren. ›Kameny‹ basiert auf einem Gedicht des isländischen Autors Sjón. Darin wird die Sprache, in all ihren phonetischen und geräuschhaften Äußerungen, zum strukturbildenden Prinzip erhoben.

So 26 Jan '20

20 Uhr
19.10 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

Philharmonie Berlin

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