Programm

Edward Elgar
Konzertouvertüre ›Cockaigne‹

Wolfgang Rihm
›La musique creuse le ciel‹ – Musik für zwei Klaviere und großes Orchester

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 4 B-Dur

Mitwirkende

Robin Ticciati

  • GrauSchumacher Piano Duo Klaviere

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Zum Konzert

Ludwig van Beethoven hat sich das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin im Umfeld seines 250. Geburtstag mehrfach auf indirekte Weise gewidmet: Mit Werken, die unverkennbar in der Tradition des Wiener Klassikers stehen, aber auch mit zeitgenössischen Kompositionen, die sich von Beethovens in einer Lebenskrise verfassten Schrift, dem berühmten ›Heiligenstädter Testament‹, inspirieren ließen. Zur Eröffnung der Spielzeit 2020/2021 aber interpretiert das DSO mit der Vierten Symphonie eine Komposition des Jubilars selbst. Es ist zugleich das erste Mal, das Chefdirigent Robin Ticciati mit seinem Orchester eine Beethoven-Symphonie aufführt.

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Der vierte Gattungsbeitrag des Komponisten steht bis heute und sehr zu unrecht im Schatten seiner beiden berühmteren Nachbarinnen, der ›Eroica‹ und der Fünften Symphonie. Während die erstere entstehungsgeschichtlich mit Beethovens ambivalentem Verhältnis zum ursprünglich vorgesehenen Widmungsträger Napoleon in Verbindung gebracht wird, hielt man die Fünfte früh für eine Auseinandersetzung mit dem Schicksal. Der Vierten Symphonie, mit einem schönen Wort Robert Schumanns »eine griechisch schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen«, ließ sich viel schwerer ein außermusikalischer Inhalt zurordnen. Vielmehr gewinnt sie ihre Struktur und Dynamik ganz aus ihren rhythmischen und motivischen Bewegungsgesetzen.

Das Konzert erklingt im Rahmen des Musikfests Berlin, bei dem der Komponist Wolfgang Rihm seit vielen Jahren eine zentrale Rolle spielt. In den späten 1970er-Jahren ist dessen Musik für zwei Klaviere und großes Orchester entstanden, deren Untertitel ›La musique creuse le ciel‹ (Die Musik höhlt den Himmel aus) von Charles Baudelaire stammt. Der Komponist gab über das Werk zu Protokoll: »Das Stück ist kein Konzert. Die beiden Klaviere sind integriert; Binnensoli, die ich auffasse als eine in sich dialogische Einheit in einem kollektiven Zusammenhang.« Eine solche »in sich dialogische Einheit« stellt seit Jahrzehnten das GrauSchumacher Piano Duo dar. Mit dem DSO haben die beiden Pianisten Andreas Grau und Götz Schumacher nicht nur 2009 unter der Leitung von Peter Rundel Rihms in diesem Programm aufgeführte Komposition, sondern in einer dreiteiligen Reihe auch Klavierkonzerte von Bach bis John Adams eingespielt.

Eröffnet wird der Abend mit Edward Elgars ›Cockaigne‹-, also Schlaraffenland-Ouvertüre, die im deutschen Konzertleben so gut wie nie zu hören ist. Elgar schrieb das um die Wende zum 20. Jahrhundert entstandene, für den Konzertsaal bestimmte Stück als eine Liebeserklärung an die Stadt London. Die Aufführung bildet den Auftakt zu einem kleinen Schwerpunkt mit Werken des englischen Komponisten in der neuen DSO-Spielzeit.

Übertragung

Termin wird noch bekannt gegeben

Deutschlandfunk Kultur
Mo 21 Sep '20

20 Uhr
19.10 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

Philharmonie Berlin

Übertragung

Termin wird noch bekannt gegeben

Deutschlandfunk Kultur

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