Programm

Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie Nr. 38 D-Dur ›Prager‹

Bohuslav Martinů
Symphonie Nr. 3

Mitwirkende

Sir Roger Norrington

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

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Lange Zeit musste das symphonische Schaffen von Bohuslav Martinů auf eine (Wieder-)Entdeckung für den Konzertsaal warten. Sir Roger Norrington und das DSO sind engagierte Mitstreiter dieses Auflebens und bringen ihren Zyklus von dessen Symphonien in die nunmehr dritte Spielzeit. Zudem begehen sie das 25. Jahr ihrer stetigen Zusammenarbeit diesmal mit gleich zwei Konzerten, in denen sie erneut ein Werk Mozarts an die Seite des tschechischen Komponisten stellen.

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Die Einladung einer »Gesellschaft grosser Kenner und Liebhaber« führte Mozart im Januar 1787 auf eine Reise nach Prag. Dort war der Komponist ein Star und feierte mit seinem ›Figaro‹ Erfolge, die ihm in Wien in solcher Weise verwehrt wurden. Im Gepäck hatte er eine stolze Symphonie in D-Dur. Über die Hintergründe ihrer Entstehung ist wenig bekannt. Doch die Uraufführung in der Stadt an der Moldau und die große Popularität, die sie dort in kurzer Zeit errang, verliehen ihr schon früh den Beinamen ›Prager‹. Auch die Form gibt seit jeher Rätsel auf, verzichtete Mozart doch in seiner viertletzten Symphonie auf das Menuett – vielleicht, wie Mozart-Forscher Alfred Einstein mutmaßte, »weil in den drei Sätzen alles gesagt ist, was zu sagen ist«.

Als gereifter Mensch mit einem umfangreichen kompositorischen Schaffen wandte sich Bohuslav Martinů erst mit über 50 Jahren der Symphonie zu. Fünf seiner insgesamt sechs Werke dieser Gattung entstanden zwischen 1942 und 1946 im amerikanischen Exil, wohin er im Jahr zuvor vor den Nationalsozialisten geflüchtet war. In ihnen zeigt sich nicht nur Martinůs persönliche Reflexion des Kriegsgeschehens, sondern auch die Suche nach einer stilistischen Balance von europäischen und amerikanischen Gattungstraditionen. Seine Dritte ist dem Boston Symphony Orchestra und dessen Leiter Serge Koussevitzky dediziert. Koussevitzky, den Martinů bereits aus Paris kannte, hatte den Bostoner Klangkörper zum führenden im Lande gemacht. Die emotional aufgeladene Musik ist ihm auf den Leib geschrieben und trägt mit ihrer effektreichen und farbigen Instrumentierung der Qualität des Orchesters Rechnung.

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Übertragung

Sonntag, 10.11.2019 | 21.05 Uhr

Deutschlandfunk
So 03 Nov '19

20 Uhr
19.10 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

Philharmonie Berlin

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Sonntag, 10.11.2019 | 21.05 Uhr

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