Programm
Sergei Rachmaninoff
›Die Toteninsel‹
Frédéric Chopin
Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll
Antonín Dvořák
Symphonie Nr. 9 e-Moll ›Aus der Neuen Welt‹
Mitwirkende
Robin Ticciati Dirigent
- Jan Lisiecki Klavier
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
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Besucherservice des DSO
in der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH
Charlottenstr. 56 / 2. OG
10117 Berlin / am Gendarmenmarkt
Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 9 – 18 Uhr
Kontakt:
Tel 030. 20 29 87 11
Fax 030. 20 29 87 29
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Frédéric Chopin
Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll
Antonín Dvořák
Symphonie Nr. 9 e-Moll ›Aus der Neuen Welt‹
Robin Ticciati Dirigent
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Dirigent
Robin Ticciati war seit der Spielzeit 2017/2018 Chefdirigent des DSO. Sein letztes offizielles Konzert in dieser Rolle bestritt er am 16. November 2024 mit Mahlers Zweiter Symphonie, eingeleitet von der Chor-Bearbeitung von Alma Mahler-Werfels ›Die stille Stadt‹. Beim DSO ist er als Gastdirigent künftig weiterhin zu erleben.
Der 1983 in London geborene Dirigent mit italienischen Wurzeln wurde zunächst als Violinist, Pianist und Schlagzeuger ausgebildet. Er spielte im National Youth Orchestra of Great Britain, bis er sich im Alter von 15 Jahren dem Dirigieren zuwandte. Zu seinen Mentoren und Förderern gehören Sir Colin Davis und Sir Simon Rattle. 2014 wurde er von der Royal Academy of Music in London zum ›Sir Colin Davis Fellow of Conducting‹ ernannt und 2019 im Rahmen der Geburtstagsfeierlichkeiten der Queen für seine musikalischen Verdienste in den Order of the British Empire als ›Officer‹ (OBE) aufgenommen. Seit Sommer 2014 war er Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera. Von 2009 bis 2018 hatte er die Position als Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra (SCO) inne, von 2010 bis 2013 als Erster Gastdirigent der Bamberger Symphoniker.
Robin Ticciati ist regelmäßiger Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra, des London Symphony Orchestra, des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, des Budapest Festival Orchestra und des Chamber Orchestra of Europe. Außerdem stand er am Pult der Wiener Philharmoniker, der Tschechischen Philharmonie, des Schwedischen Radio-Symphonie-Orchesters, des Royal Concertgebouw Orchestra, des Orchestre National de France, des Philadelphia Orchestra, des Cleveland Orchestra, des Gewandhausorchesters Leipzig und der Staatskapelle Dresden. 2023 gab er sein lang ersehntes Debüt bei den Berliner Philharmonikern.
Gastspiele führten Robin Ticciati mit dem SCO durch Europa und nach Asien. In der Spielzeit 2014/2015 leitete er eine Europatournee des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, im Herbst 2016 gab er mit dem London Philharmonic Orchestra und Anne-Sophie Mutter Konzerte in Berlin, München, Paris und Wien. Im Januar 2019 trat er mit dem Chamber Orchestra of Europe »in memoriam Claudio Abbado« in Berlin, Hamburg, Köln und Salzburg auf. In der Saison 2019/2020 führte ihn eine Asientournee mit dem DSO für eine Residenz nach Tokio und zu Konzerten in China, gefolgt von Gastspielen etwa im Concertgebouw Amsterdam und in der Hamburger Elbphilharmonie.
Als Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera leitete Robin Ticciati unter anderem Neuproduktionen von Debussys ›Pelléas et Mélisande‹, Strauss’ ›Der Rosenkavalier‹ und Mozarts ›La finta giardiniera‹, zudem Mozarts ›Entführung aus dem Serail‹, Dvořáks ›Rusalka‹, Ethel Smyth ›Les naufrageurs‹ als Uraufführung der Urfassung und einen Poulenc-Abend mit ›La voix humaine‹ und ›Les mamelles de Tirésias‹. Darüber hinaus dirigierte Robin Ticciati Brittens ›Peter Grimes‹ an der Mailänder Scala, Mozarts ›Le nozze di Figaro‹ bei den Salzburger Festspielen, Tschaikowskis ›Eugen Onegin‹ am Royal Opera House in London und an der Metropolitan Opera in New York, wo er auch bei Humperdincks ›Hänsel und Gretel‹ am Pult stand. Im Februar 2024 stand er für eine Neuproduktion von Dvořáks ›Rusalka‹ an der Berliner Staatsoper Unter den Linden erstmals am Pult der Staatskapelle.
Seit seinem Amtsantritt beim DSO stellte Robin Ticciati mit Repertoire von der Renaissance bis in die Gegenwart sowie mit ungewöhnlichen Präsentationsformen und Projekten immer wieder seine Vielseitigkeit, Experimentierfreude und Flexibilität unter Beweis. Während der Pandemie 2020/2021 realisierte er mit seinem Orchester eine Reihe aufwendiger Musikfilme, darunter Strauss’ ›Eine Alpensinfonie‹ als musikalisch-philosophische Bergtour mit Reinhold Messner, welche u. a. auf ›DG Stage‹, der digitalen Konzertbühne der Deutschen Grammophon präsentiert wurde. In der Saison 2023/2024 machten Ticciati und das DSO mit einer Initiative feministischer Musikpolitik unter dem Motto: »Kein Konzert ohne Komponistin!« auf sich aufmerksam.
Zahlreiche seiner CD-Aufnahmen erschienen bei Linn Records, u. a. Symphonien von Haydn mit dem SCO, zwei Berlioz-Alben und Gesamteinspielungen der Schumann- und Brahms-Symphonien sowie mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra Berlioz’ ›L’enfance du Christ‹. Diese wurden von der Kritik allesamt begeistert aufgenommen und mehrfach ausgezeichnet. Ebenfalls bei Linn Records legten Robin Ticciati und das DSO vielbeachtete CDs mit Werken von Bruckner, Debussy, Duparc, Duruflé, Fauré, Rachmaninoff und Strauss vor. Ticciatis Diskografie umfasst zudem Dvořáks Symphonie Nr. 9, Bruckners f-Moll-Messe und eine Brahms-Einspielung mit den Bamberger Symphonikern und dem Chor des Bayerischen Rundfunks (Tudor) sowie Opern-Aufnahmen für Opus Arte.

Klavier
Der kanadische Pianist Jan Lisiecki blickt auf anderthalb Jahrzehnte auf den großen Bühnen der Welt zurück. Er hat enge Beziehungen zu den bedeutendsten Dirigent*innen und Orchestern unserer Zeit aufgebaut und spielt jedes Jahr über hundert Konzerte.
In der Saison 2025/2026 konzertiert er unter anderem erneut mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, den Wiener Symphonikern, dem Finnish Radio Symphony Orchestra, den Warschauer Philharmonikern, dem Gulbenkian-Orchester, dem Rundfunk-Sinfonieorchester sowie San Francisco Symphony und Houston Symphony.
Im August 2025 beschließt er das renommierte Seoul International Music Festival am Seoul Arts Center in Südkorea mit einem Beethoven-Konzert und einem Solorezital mit seinem vielbeachteten Préludes-Programm, welches kürzlich von der Deutschen Grammophon veröffentlicht wurde. Weitere 30 Klavierabende in Europa und Nordamerika bringen ihn unter anderem in die Philharmonie Berlin, das Wiener Konzerthaus, Barcelonas Palau, Koerner Hall Toronto und das National Arts Centre Ottawa. Außerdem setzt er seine Zusammenarbeit mit der Academy of St Martin in the Fields, die er in der vorangegangenen Saison in einer Tournee mit mehreren Beethoven-Zyklen vom Klavier aus leitete, beim Enescu Festival und Merano Festival mit einem weiteren Beethoven-Zyklus fort.
Wiedereinladungen brachten ihn jüngst mit dem New York Philharmonic, The Cleveland Orchestra, Chicago Symphony Orchestra sowie dem Orchestre de Paris, Tonhalle-Orchester Zürich und der Staatskapelle Dresden zusammen. Im letzten Frühjahr gab er sein Debüt mit den Berliner Philharmonikern. Lisiecki ist stetiger Gast der bedeutenden Sommerfestivals in Europa und Nordamerika und trat bei den Salzburger Festspielen sowie bereits zum dritten Mal bei den BBC Proms in der Londoner Royal Albert Hall auf. Sein vorangegangenes Rezitalprogramm wurde in über 50 Städten rund um den Globus gefeiert.
Im Alter von 15 Jahren unterzeichnete er einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon, für die er seitdem neun Alben eingespielt hat. Seine Aufnahmen wurden unter anderem mit dem ECHO Klassik, JUNO Award, Gramophone Critics’ Choice, Diapason d’Or and Edison Klassiek ausgezeichnet. Mit 18 Jahren wurde Jan Lisiecki vom Gramophone Magazine zum jüngsten Preisträger des Young Artist Awards gekürt und erhielt den Leonard Bernstein Award. Im Jahr 2012 ernannte ihn UNICEF zum Botschafter für Kanada.
Mit dem DSO war Jan Lisiecki zuletzt im März 2024 mit Prokofjews Klavierkonzert Nr. 2 zu erleben.

Orchester
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) wurde von der Süddeutschen Zeitung als »orchestraler Think Tank« unter den hauptstädtischen Klangkörpern hervorgehoben. Durch die beziehungsreiche Dramaturgie seiner Programme, den Einsatz für Musik der Gegenwart und regelmäßige Repertoireentdeckungen zeichnet es sich ebenso aus wie durch den Mut zu ungewöhnlichen Konzertformaten und Präsentationsformen. Innovative Impulse setzte das DSO etwa mit Elektro-Projekten, der Produktion aufsehenerregender Musikfilme sowie durch interdisziplinäre Kooperationen und die Zusammenarbeit mit Ensembles der freien Szene. Seit über 15 Jahren schlägt es mit seinen moderierten Casual Concerts samt Lounge und Live Act erfolgreich die Brücke zwischen Club und Klassik und erreicht damit ein diverses Publikum. Seit 2014 bringt es Laien- mit Profimusiker*innen zu Berlins größtem Spontanorchester, dem ›Symphonic Mob‹, zusammen – ein Konzept, das mittlerweile auch europaweit lizenziert wird.
In der Saison 2023/2024 sorgte das DSO mit einer Initiative feministischer Musikpolitik unter dem Motto ›Kein Konzert ohne Komponistin!‹ weltweit für Furore; 2024/2025 unterstrich es mit der Kampagne ›Orchester für die Demokratie‹ seine Positionierung für eine offene Gesellschaft und das Eintreten für marginalisierte Gruppen in verschiedenen Konzertprogrammen. Diesem Selbstverständnis blieb sich das DSO auch in der Spielzeit 2025/2026 treu: Unter dem Titel ›Afrodiaspora – Composing While Black‹ rückte es als weltweit erstes Orchester Musik Schwarzer Komponist*innen ins Zentrum, vergab Auftragskompositionen und präsentierte Cellist Abel Selaocoe als »Artist in Focus«.
Durch zahlreiche Gastspiele ist das DSO als Kulturbotschafter Berlins und Deutschlands im nationalen und internationalen Musikleben präsent. In den letzten Jahren konzertierte es in Brasilien und Argentinien, in Japan, China, Malaysia, Abu Dhabi und in Osteuropa, außerdem bei bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen oder den BBC Proms. Auch mit vielfach ausgezeichneten CD-Produktionen ist das DSO weltweit gefragt. 2011 erhielt es für die Weltersteinspielung von Kaija Saariahos ›L’amour de loin‹ unter Kent Naganos Leitung den Grammy Award für die beste Opernaufnahme.
Gegründet 1946 als RIAS-Symphonie-Orchester, wurde es 1956 in Radio-Symphonie-Orchester Berlin umbenannt. Den heutigen Namen trägt es seit 1993. Seit seiner Gründung hat es das DSO verstanden, herausragende Künstlerpersönlichkeiten an sich zu binden. Ferenc Fricsay definierte als erster Chefdirigent Maßstäbe im Repertoire, im Klangideal und in der Medienpräsenz. 1964 übernahm der junge Lorin Maazel die künstlerische Verantwortung, 1982 folgte Riccardo Chailly und 1989 Vladimir Ashkenazy. Kent Nagano wurde 2000 zum Chefdirigenten berufen. Seit seinem Abschied 2006 ist er dem Orchester als Ehrendirigent eng verbunden. Von 2007 bis 2010 setzte Ingo Metzmacher, von 2012 bis 2016 Tugan Sokhiev und von 2017 bis 2024 Robin Ticciati mit dem Orchester entscheidende Akzente im hauptstädtischen Musikleben. Ihnen folgt der Japaner Kazuki Yamada, der mit Beginn der Spielzeit 2026/2027 als Chefdirigent an der Spitze des DSO steht.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH (ROC), die von Deutschlandradio (40 %), der Bundesrepublik Deutschland (35 %), dem Land Berlin (20 %) und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (5 %) getragen wird.