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Sa 25. Februar 2017
20 Uhr Philharmonie Berlin

Manfred Honeck

Igor Levit Klavier

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Samuel Barber
Adagio für Streichorchester  
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll  
Richard Strauss
›Ein Heldenleben‹  

18.55 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

Neeme Järvi musste die Leitung der Symphoniekonzerte am 24. und 25. Februar bedauerlicherweise krankheitsbedingt absagen. Für ihn übernimmt Manfred Honeck das Dirigat des Programms, das sich in zwei Positionen ändert: Anstatt des Konzerts für Kammerorchester Nr. 1 von Jaan Rääts wird Samuel Barbers Adagio for Strings und anstatt der ›Symphonia domestica‹ von Richard Strauss die Tondichtung ›Ein Heldenleben‹ desselben Komponisten gespielt.

 

Zum Programm

Im November feierte das DSO seinen 70. Geburtstag. Obwohl sich das Orchester von seinen Anfängen als Radioensemble des Rundfunks im amerikanischen Sektor (RIAS) zum Teil einer GmbH mit Deutschlandradio, der Bundesrepublik, dem Land Berlin und dem rbb als Anteilseignern gewandelt hat, fühlt sich der Klangkörper dem westlichen, und speziell dem amerikanischen Repertoire noch immer besonders verbunden: Erst vor wenigen Monaten erklang so etwa Samuel Barbers Oper ›Vanessa‹ als einer der Saisonhöhepunkte in der Philharmonie. Diese Leidenschaft für die musikalische amerikanische Moderne teilt auch Manfred Honeck, der seit 2008 als Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra verantwortlich zeichnet. Barbers populär gewordenes ›Adagio for Strings‹ stellt er nun an den Anfang seiner Konzertabende in Berlin. Ursprünglich 1936 als langsamer Satz des Streichquartetts op. 11 entstanden, arrangierte Barber sein ›Adagio‹ bereits zwei Jahre später für Streichorchester. Die unmittelbare Trauer, die aus seiner Musik spricht, berührte Menschen weltweit – und hielt bald Einzug in Hörfunk, Film und Fernsehen. Im Zentrum des Programms steht wohl eines der bedeutendsten Konzerte Ludwig van Beethovens: Sein Drittes Klavierkonzert op. 37 – im Übrigen das einzige, das sich in einer Molltonart präsentiert – fügte der Gattung bei dessen Uraufführung im April 1803 im Theater an der Wien nicht nur einen neuen, »symphonischen« Akzent hinzu, sondern wurde zugleich richtungsgebend für folgende Konzertkompositionen des 19. Jahrhunderts. Mit Richard Strauss kehrt Honeck schließlich in die Hauptstadt zurück: Die symphonische Dichtung ›Ein Heldenleben‹, eine Hymne auf Kunst und Künstler, die viel über die musikalische Ästhetik des Komponisten verrät, war das erste Werk, das Strauss 1898 nach seinem Umzug in Berlin vollendete.

  • Manfred Honeck Dirigent

    Foto: Felix Broede

    Manfred Honeck | DirigentManfred Honeck
    Igor Levit | KlavierIgor Levit

    Manfred Honeck Dirigent

    Manfred Honeck absolvierte seine musikalische Ausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Die Erfahrungen, die er über lange Jahre als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters sowie als Leiter des ›Jeunesses Musicales‹ Orchesters Wien sammeln konnte, prägen bis heute seine Arbeit als Dirigent.

    Seine internationale Pultkarriere begann als Assistent von Claudio Abbado in Wien und führte ihn nach Stationen am Opernhaus Zürich, beim MDR Sinfonieorchester in Leipzig und beim Oslo Philharmonic Orchestra von 2000 bis 2006 als Chefdirigent zum Swedish Radio Symphony Orchestra Stockholm und an die Staatsoper Stuttgart, deren musikalische Leitung er als Generalmusikdirektor von 2007 bis 2011 übernahm. Parallel dazu war er als Erster Gastdirigent an der Tschechischen Philharmonie in Prag tätig; die Position hat er seit 2013 erneut inne. Seit der Saison 2008|09 ist Manfred Honeck Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra.

    Im Rahmen seiner umfangreichen Konzerttätigkeit dirigierte Manfred Honeck viele führende internationale Klangkörper, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Gewandhausorchester Leipzig, die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, das London Symphony Orchestra, die Wiener Philharmoniker sowie die bedeutendsten US-amerikanischen Orchester. Im Jahr 2013 gab er sein erfolgreiches Debüt am Pult der Berliner Philharmoniker; eine gemeinsame CD-Aufnahme mit Anne-Sophie Mutter wurde 2014 mit einem Echo Klassik ausgezeichnet. Gastspiele im Bereich der Oper führten ihn u. a. an die Dresdner Semperoper, an die Komische Oper Berlin, an die Königliche Oper in Kopenhagen und zu den Salzburger Festspielen.

    2010 wurde Manfred Honeck vom St. Vincent College in Latrobe in Pennsylvania zum Ehrendoktor ernannt; derselbe Titel wurde ihm im 2014 von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh verliehen. Darüber hinaus ist er seit mehr als fünfzehn Jahren Künstlerischer Leiter der ›Internationalen Wolfegger Konzerte‹.

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der

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