Santtu-Matias Rouvali und Yulianna Avdeeva zu Gast beim DSO am Do., 02.04.
Rachmaninoffs ›Paganini-Rhapsodie‹, Strauss’ ›Ein Heldenleben‹ und Musik von Florence Price
Zum Konzert am Donnerstag, den 2. April begrüßt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) die Pianistin Yulianna Avdeeva in der Philharmonie. Unter der Leitung von Santtu-Matias Rouvali interpretiert sie Sergei Rachmaninoffs ›Paganini-Rhapsodie‹. Gerahmt werden die hochvirtuosen Variationen von Florence Prices ›Dances in the Canebrakes‹ als Orchesterfassung sowie Richard Strauss’ ebenso schillernde wie selbstironische Tondichtung ›Ein Heldenleben‹.
Vom tänzerischen Impuls bis zur symphonischen Geste: Florence Price entfaltet in den ›Dances in the Canebrakes‹ elegante Beweglichkeit und rhythmischen Schwung und beweist erneut ihr Talent, europäische Traditionen mit afroamerikanischen Einflüssen zu einem stimmungsvollen Ganzen zu verbinden. William Grant Still überführte die Klaviersuite in der Orchesterfassung in warme, farbige Klangräume. In Rachmaninoffs anschließender ›Paganini-Rhapsodie‹ changiert Yulianna Avdeeva im Wechselspiel mit dem Orchester zwischen beschwingter Leichtigkeit, dramatischer Tiefe und verträumter Romantik der 24 Variationen. Das Konzertfinale bildet Richard Strauss’ monumentale Tondichtung ›Ein Heldenleben‹, in dem die Solo-Violine, als Gefährtin des Helden, einen zarten Kontrast zur klangmächtigen Orchesterkulisse bildet.
Santtu-Matias Rouvali war bis 2025 für acht erfolgreiche Jahre Chefdirigent der Göteborger Symphoniker. Dirigate führten den Finnen, der sowohl im Konzert- als auch im Opernrepertoire zu Hause ist, u. a. zu den Berliner und Münchner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Tokyo Symphony sowie dem New York Philharmonic. Mit mehreren skandinavischen Klangkörpern, dem London Philharmonia und dem Tampere Philharmonic Orchestra pflegt er eine enge künstlerische Partnerschaft. Am Pult des DSO stand er seit seinem Debüt 2014 schon mehrfach, zuletzt im November 2023.
Yulianna Avdeeva erlangte 2010 durch den Ersten Preis beim Chopin-Wettbewerb schlagartig Weltruhm. Seither ist sie mit Rezitals in den weltweit bedeutendsten Konzertsälen zu erleben und arbeitet mit so renommierten Klangkörpern wie dem New York Philharmonic, dem Orchestre symphonique de Montréal und dem Leipziger Gewandhausorchester. Als engagierte Kammermusikerin ist sie regelmäßig bei Festivals etwa in Salzburger und Rheingau zu hören. Ihre preisgekrönte Diskografie umfasst Werke von Bach bis Weinberg, zuletzt erschien 2025 bei Pentatone ihre gefeierte Einspielung der 24 Präludien und Fugen von Schostakowitsch.
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