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In besten Händen: Bruckners Symphonie Nr. 9 mit Markus Poschner am So., 15.02.

Hannah Kendalls ›O flower of fire‹ als kontrastreiches Gegenstück im Konzertprogramm

2024 gab Markus Poschner mit Bruckners Vierter Symphonie sein umjubeltes Debüt beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (DSO). Am Sonntag, den 15. Februar ist der Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz mit der Neunten zurück am Pult des DSO. In dem letzten, unvollendeten Werk des Komponisten, das dieser dem »lieben Gott« widmete, klingt dessen lebenslanger Kampf um Glauben und Zweifel an. Im Kontrast dazu: das expressive ›O flower of fire‹ der Zeitgenossin Hannah Kendall als musikalische Metapher für Widerstandskraft und spirituelle Stärke.

Obwohl Anton Bruckner seine Symphonie Nr. 9 nicht mehr zu Lebzeiten fertigstellen konnte und diese mit dem Adagio, dem dritten Satz, enden musste, hat das Werk seinen Schöpfer unsterblich gemacht. Als wichtiges Bindeglied zwischen Spätromantik und Moderne klingt hier bereits eine Harmonik an, die später von Arnold Schönberg und seinen Schülern perfektioniert wurde. Geprägt ist die Neunte von tiefer Religiosität und der musikalischen Suche nach Antworten auf existenzielle Fragen. Zum Konzert mit dem DSO ist sie unter der Leitung von Brucknerexperte Markus Poschner zu erleben. Vorangestellt wird der Neunten an diesem Abend das ungewöhnlich instrumentierte Stück ›O flower of fire‹ der Zeitgenossin Hannah Kendall – u. a. kommen darin Mundharmonikas, Spieluhren und speziell präparierte Harfen zum Einsatz. Für die Auftragskomposition des London Symphony Orchestra ließ sich Kendall von einem Gedicht des karibischen Dichters Martin Carter inspirieren, das unterschiedliche religiöse Schöpfungsgeschichten zum Thema nimmt. Im Ergebnis verschmelzen kunstvoll typisch europäische mit afrodiasporischen Klangwelten.

Markus Poschner ist Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz und des Sinfonieorchesters Basel. Im Herbst 2026 wird er neuer Chefdirigent des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien, mit dem ihn eine langjährige Zusammenarbeit verbindet, ab Herbst 2027 zudem Music Director des Utah Symphony Orchestra. Seit seiner Auszeichnung mit dem deutschen Dirigentenpreis 2004 und spätestens seitdem er 2020 auch in Österreich zum Dirigenten des Jahres ernannt wurde, gastierte Markus Poschner bei zahlreichen Spitzenorchestern, etwa den Münchner Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden, dem Dallas und NHK Symphony Orchestra sowie an renommierten Opernhäusern wie den Staatsopern in Berlin, Hamburg und Stuttgart. Im Juli 2022 leitete er die Premiere von ›Tristan und Isolde‹ zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele und kehrte auch im Sommer 2023 wieder nach Bayreuth zurück.

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Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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