zurück

Kent Nagano und Steven Isserlis zu Gast beim DSO am So., 14.12.

Strauss’ ›Don Quixote‹, Debussys ›Ibéria‹ und die Uraufführung von Bruneau-Boulmiers ›Caída lenta‹

Kent Nagano, den Ehrendirigenten des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO), zieht es in der aktuellen Spielzeit verstärkt zu seinem ehemaligen Orchester zurück. Im zweiten von sechs Konzerten unter seiner Leitung am Sonntag, den 14. Dezember widmet er sich dem musikalisch imaginierten Spanien: Auf dem Programm stehen ›Caída lenta‹, eine Uraufführung des französischen Komponisten Rodolphe Bruneau-Boulmier, ›Ibéria‹ von Claude Debussy und Strauss’ Tondichtung ›Don Quixote‹. In dieser übernehmen Cellolegende Steven Isserlis und Igor Budinstein, Erster Solo-Bratschist des DSO, die Solopartien.

Das Konzert am 14. Dezember eröffnet DSO-Ehrendirigent Kent Nagano mit einer Uraufführung: In Rodolphe Bruneau-Boulmiers Stück ›Caída lenta‹ (Langsamer Fall) erschafft der französische Komponist mit subtilen Klangschichtungen und poetischer Zurückhaltung eine musikalische Meditation. Das »Requiem für einen Unbekannten« verarbeitet einen Choral über Tod und Hoffnung von William Byrd und ist Teil eines Zyklus von Werken, die allesamt auf Gedichten des kolumbianischen Künstlers Juan Diego Bustos Moreno basieren. Im anschließenden ›Ibéria‹, zweiter Satz der impressionistischen Orchestersuite ›Images‹, entwirft Claude Debussy ein betörendes Fantasiebild des Sehnsuchtslandes Spanien und sorgt damit für einen harmonischen Übergang zum letzten Programmpunkt des Abends: Richard Strauss’ ›Don Quixote‹. In kunstvollen Variationen erzählt die Tondichtung von den Abenteuern des Ritters von der traurigen Gestalt – dargestellt vom Solocello, das Steven Isserlis interpretiert – und seines treuen Gefährten Sancho Pansa, verkörpert vom DSO-Solo-Bratschisten Igor Budinstein.

Kent Nagano gilt als einer der herausragenden Dirigenten unserer Zeit. Nach seinen Jahren als Generalmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoper (2006–2013) war er von 2015 bis 2025 Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper und Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. 2026 übernimmt er das Orquesta y Coro Nacionales de España. Von 2000 bis 2006 prägte er als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter das DSO und ist dem Orchester seitdem als Ehrendirigent verbunden. 2011 wurde ihre gemeinsame Aufnahme von Kaija Saariahos ›L’amour de loin‹ mit einem Grammy Award ausgezeichnet.

Der britische Cellist Steven Isserlis konzertiert mit führenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem London Philharmonic und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Als ständiger Gast der Wigmore Hall, des 92nd St Y in New York oder des Schleswig Holstein Musikfestivals gestaltet er Recitals und Kammermusikkonzerte mit Partner:innen wie Joshua Bell, Isabelle Faust und András Schiff. 2013 wurde er in die Gramophone Hall of Fame aufgenommen – als einer von nur zwei Cellisten, denen diese Ehre schon zu Lebzeiten zuteilwurde. Seit 1997 ist er Künstlerischer Leiter des Internationalen Musikerseminars in Prussia Cove, Cornwall. Beim DSO war er zuletzt im November 2022 mit Dvořáks Cellokonzert unter der Leitung von Robin Ticciati zu Gast.

Download

Ansprechpartner

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Daniel Knaack

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel +49 (0) 30 20 29 87 537

Fax +49 (0) 30 20 29 87 549

presse@dso-berlin.de