Geigenikone Midori spielt Dvořáks Violinkonzert am So., 22.06.
Marie Jacquot dirigiert Amy Beachs ›Gaelic Symphony‹ und ›Earworms‹ von Vivian Fung
Zum Symphoniekonzert am Sonntag, den 22. Juni begrüßt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) erstmals seit 2018 wieder die japanische Geigenikone Midori. Unter dem Dirigat von Marie Jacquot interpretiert sie Antonín Dvořáks episches Violinkonzert. Gerahmt wird es von Vivian Fungs energiegeladenem Stück ›Earworms‹ sowie der ›Gaelic Symphony‹ von Amy Beach, welche inspiriert von Dvořák ebenfalls Folklorismen mit amerikanischer Symphonik verbindet – ein selten aufgeführtes Meisterwerk.
Zum Konzert am 22. Juni tun sich die Dirigentin Marie Jacquot und Geigerin Midori zusammen, um Antonín Dvořáks hochromantisches Violinkonzert zu interpretieren. Es ist das einzige aus der Feder des böhmischen Komponisten und stammt aus dessen sogenannter slawischer Periode, während der sich Dvořák intensiv mit den folkloristischen Musiktraditionen seiner Heimat beschäftigte. Ähnlich wie Dvořák setzte auch Amy Beach sich mit ihren musikalischen Wurzeln auseinander und ließ sich für ihre 1894 komponierte ›Gaelic Symphony‹ von englischen, irischen und schottischen Volksweisen inspirieren. Die Symphonie, 1896 durch das Boston Symphony uraufgeführt, ist das erste große Orchesterwerk einer Komponistin, das in den USA im Druck erschien. Ein Meilenstein, den auch das zeitgenössische Publikum honorierte und der es zu Beachs Lebzeiten zu Aufführungen auch in Hamburg und Leipzig brachte. Zur Eröffnung des Konzertabends erklingt ›Earworms‹, ein Stück der 1985 geborenen, kanadischen Komponistin Vivian Fung. Darin verarbeitet sie Melodien, die ihr als junge Mutter in schlaflosen Nächten durch den Kopf gingen.
Marie Jacquot gehört dank ihrer konsequenten musikalischen Arbeit und Entdeckungsfreude im Repertoire zu den spannendsten Dirigent:innen der Gegenwart. Seit der Saison 2023/2024 ist sie Erste Gastdirigentin der Wiener Symphoniker, seit 2024/2025 Chefdirigentin des Royal Danish Theatre Copenhagen. Im Sommer 2026 übernimmt sie die Leitung des WDR Sinfonieorchesters. Im Konzert- wie auch im Opernfach gastiert sie an prominenten Häusern und bei renommierten Klangkörpern, mit dem DSO musiziert Marie Jacquot seit ihrem Debüt 2018 regelmäßig.
Die japanische Geigerin Midori steht seit über 40 Jahren mit den prestigeträchtigsten Orchestern der Welt auf der Bühne und kann zahlreiche Auszeichnungen – darunter ein Grammy-Award –sowie eine umfassende Diskografie mit Werken vom Barock bis in die Gegenwart vorweisen. Während ihrer Karriere arbeitete sie mit so herausragenden Musiker:innen wie Claudio Abbado, Leonard Bernstein, Mariss Jansons, Joana Mallwitz und Kent Nagano zusammenarbeitete. Peter Eötvös und Johannes Maria Staud widmeten ihr Violinkonzerte. Beim DSO gastierte die Künstlerin zuletzt im Juni 2018 mit Bernsteins ›Serenade‹.
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