Tarmo Peltokoski mit Wagners ›Ring ohne Worte‹ in der Philharmonie am Do., 29.05.
Kaija Saariahos ›Laterna Magica‹ eröffnet das Konzert
Wagners epischer Opernzyklus verkürzt und ohne Gesang – das ist ›Der Ring ohne Worte‹. Am Donnerstag, den 29. Mai manövriert der Dirigent und Wagner-Enthusiast Tarmo Peltokoski das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) durch diesen wilden Ritt, der die inhaltlichen und musikalischen Höhepunkte der ›Ring‹-Vorlage auf 75 Minuten verdichtet. Außerdem setzt Peltokoski mit Kaija Saariahos ›Laterna Magica‹ eine Komposition aus seiner finnischen Heimat aufs Programm.
Der ursprünglich vierteilige Opernzyklus ›Der Ring des Nibelungen‹, den Richard Wagner über fast drei Jahrzehnte komponierte, gilt als sein Opus Magnum. ›Der Ring ohne Worte‹ ist die Verknappung dieses über 15-stündigen Epos auf ein reines Orchesterwerk. Zusammengestellt vom ehemaligen DSO-Chefdirigenten Lorin Maazel, bleiben die orchestralen Highlights und zentrale musikalische Themen in inhaltlicher Chronologie aus ›Rheingold‹, ›Walküre‹, ›Siegfried‹ und ›Götterdämmerung‹ erhalten. So entsteht ein zugängliches Werk von 75 Minuten Länge, das dem Gehalt des Originals trotzdem gerecht wird. Hochfokussiert nimmt sich Dirigent Tarmo Peltokoski der Klangdichte dieser Tour-de-Force an. Der finnische Shootingstar beginnt den Abend mit dem Stück ›Laterna Magica‹ von seiner Landsfrau, der großen, kürzlich verstorbenen Komponistin Kaija Saariaho. Ursprünglich eine Auftragskomposition der Berliner Philharmoniker und des Lucerne Festivals, kommt es nun an Christi Himmelfahrt mit dem DSO in der Philharmonie zur Aufführung. ›Laterna Magica‹ ist maßgeblich inspiriert vom schwedischen Regisseur Ingmar Bergman. So teilt es nicht nur den Titel mit dessen Autobiografie; auch ein Zitat, in dem Bergman beschreibt, wie das Spiel des Lichts im Film eingefangen wird, verewigt Saariaho durch chorisches Flüstern in ihrer Komposition. Wie die Bilder bei einem Filmprojektor verbinden sich in der Musik Harmonien und Rhythmen mit zunehmendem Tempo zu einem einheitlichen Fluss an Klangfarben.
Der 25-jährige Finne Tarmo Peltokoski ist ein weltweit gefragter Dirigent und Konzertpianist. Seine Ausbildung erhielt er an der renommierten Sibelius-Akademie in Helsinki, u. a. bei Esa-Pekka Salonen. Er ist Principal Guest Conductor der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sowie des Rotterdam Philharmonic Orchestra, Music Director des Orchestre National du Capitole de Toulouse und außerdem Musikalischer und Künstlerischer Leiter des Lettischen Nationalen Symphonieorchesters. Peltokoski hat eine große Leidenschaft für die Musik Richard Wagners und dirigierte im Alter von nur 22 Jahren seinen ersten ›Ring‹-Zyklus beim Eurajoki Bel Canto Festival. 2023 wurde er beim OPUS KLASSIK in der Kategorie »Nachwuchskünstler des Jahres« ausgezeichnet und kurze Zeit später als Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon unter Vertrag genommen. Mit dem DSO trat Peltokoski erstmals im Oktober 2022 auf.
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