Play and conduct: Joshua Bell als Solist und Dirigent mit dem DSO am Sa., 03.05.
Mendelssohns Violinkonzert, Musik von Florence Price und Beethovens Vierte Symphonie
Am Samstag, den 3. Mai begrüßt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) den Amerikaner Joshua Bell in der Philharmonie – sowohl als Solist als auch am Dirigierpult. Erstmals tritt der Ausnahmemusiker, der seit über drei Jahrzehnten zu den weltweit gefragtesten Geigern zählt, in doppelter Funktion an die Seite des DSO. Vom Solistenpult aus leitet und interpretiert er Mendelssohns Violinkonzert und führt darüber hinaus das Orchester durch das Stück ›Adoration‹ von Florence Price sowie Beethovens ›Egmont‹-Ouvertüre und dessen Vierte Symphonie.
Mit den unheilvollen ersten Tönen der Schauspielmusik zu Goethes Drama ›Egmont‹ eröffnet Joshua Bell am Dirigierpult das Konzert. Beethovens Komposition, die den Untergang des flandrischen Grafen Egmont während der spanischen Besetzung der Niederlande im 16. Jahrhundert vertont, hat sich losgelöst von der szenischen Darbietung als eigenständiges Orchesterwerk durchgesetzt. Im anschließenden Violinkonzert von Mendelssohn – das romantische Solokonzert par excellence und ein Favorit des Publikums – ist Joshua Bell in Doppelfunktion als musikalischer Leiter und Interpret (samt eigener Kadenz) zu erleben. Bevor der Konzertabend mit Beethovens Vierter, der wohl heitersten seiner Symphonien, zum Abschluss gelangt, steht zunächst das Stück ›Adoration‹ von Florence Price auf dem Programm. Als Schwarze Frau, die sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Komponistin behaupten wollte, hatte Price viele Kämpfe auszutragen. Im Kanon der amerikanischen Musikgeschichte hatte sie zu Lebzeiten keinen Platz, viele ihrer Werke blieben unveröffentlicht. Umso wichtiger ist es, dass ihre Kompositionen – die denen der weißen und männlichen Zeitgenossen in nichts nachstehen – heute Einzug in die Konzertsäle finden. Mit ›Adoration‹, das ursprünglich als Orgelstück komponiert wurde, leistet das DSO dazu einen Beitrag.
In seiner 30-jährigen Karriere als Geiger gastierte Joshua Bell bei allen namhaften Orchestern und in berühmten Konzerthäusern weltweit, sowohl solistisch als auch in verschiedenen Kammermusikformationen. Von den über 40 CDs, die er veröffentlich hat, sind viele preisgekrönt und wurden u. a. mit Grammy, Mercury und Gramophone Awards ausgezeichnet. Seit 2011 ist der US-Amerikaner außerdem Musikalischer Leiter der renommierten Academy of St Martin in the Fields. Bei dem Traditionsorchester tritt er regelmäßig in seiner Doppelrolle als Instrumentalist und Dirigent in Erscheinung, und auch Klangkörper wie das Orchestre national de Lyon leitete Bell bereits vom Geigenpult aus. Beim DSO war er zuletzt in der Saison 2018/2019 als Solist zu Gast.
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