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Gil Shaham und David Robertson zu Gast beim DSO in der Philharmonie am So., 02.03.

Korngolds Violinkonzert, Rachmaninoffs ›Symphonische Tänze‹ und ein Werk von Lili Boulanger

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) empfängt zu seinem Konzert am Sonntag, den 2. März zwei Größen der amerikanischen Klassikszene: Dirigent David Robertson und Geiger Gil Shaham. Gemeinsam gestalten sie Erich Wolfgang Korngolds mitreißendes Violinkonzert, das vor Klangpracht und Hollywood-Sound strotzt. Mit Lili Boulangers ›D’un matin de printemps‹ und Sergei Rachmaninoffs ›Symphonischen Tänzen‹ bilden zwei gegensätzliche Abschiedswerke die programmatische Klammer. Im Anschluss an das Philharmonie-Konzert geht es für das DSO, Robertson und Shaham auf Konzertreise, die sie vom 5. bis 9. März ins Brucknerhaus Linz, die Münchner Isarphilharmonie und in Konzertsäle nach Zagreb und Ljubljana führt.

Lili Boulangers Orchesterstück ›D’un matin de printemps‹, das den Konzertabend eröffnet, lässt das kompositorische Potenzial seiner früh verstorbenen Schöpferin erahnen. Nur wenige Monate nach Fertigstellung dieser lebensbejahenden, impressionistischen Orchesterminiatur erlag Boulanger einer schweren Krankheit. Auch Rachmaninoffs ›Symphonische Tänze‹ gerieten zu seinem Schwanengesang. Bis zuletzt bezeichnete er die drei opulenten, von russischen Anklängen und Selbstzitaten durchsetzten Tänze als sein bestes Werk, seinen »letzten Funken«. Das Herzstück des Abends ist Korngolds Violinkonzert. Es ist – hörbar an den zahlreichen Zitaten eigener Filmmusik – die erste Hinwendung zur klassischen Konzertmusik nach seiner Zeit als erfolgreicher Hollywood-Komponist im amerikanischen Exil. Gil Shaham, mit Korngold bestens vertraut, übernimmt den Solopart dieses höchst originellen Virtuosenwerks.

David Robertson leitete bis 2019 das Sydney Symphony Orchestra als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter. Zuvor stand er dem Orchestre National de Lyon und – als früherer Schüler von Pierre Boulez – dem Ensemble Intercontemporain vor. Er war außerdem Erster Gastdirigent des BBC Symphony Orchestra. Vielbeachtete Projekte realisierte er an renommierten Opernhäusern wie der Metropolitan Opera, der Mailänder Scala, der Bayerischen Staatsoper und der San Francisco Opera. Beim DSO war er zuletzt mit Musik von Strauss im Mai 2024 zu erleben.

Gil Shaham, in den USA geboren und in Israel aufgewachsen, gab bereits als Zehnjähriger sein erstes Konzert mit dem Jerusalem Symphony Orchestra. Ausgebildet u. a. an der Juilliard School of Music in New York, konzertiert er weltweit mit den bedeutenden Orchestern. Für seine Aufnahmen wurde er etwa mit dem Grammy Award und der Diapason d’Or prämiert, darüber hinaus ist er Träger des begehrten Avery Fisher Prize. Beim DSO gastierte er zuletzt im Juni 2022 mit Tschaikowskys Violinkonzert unter David Robertson.

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