Leonidas Kavakos und Pianist Mao Fujita zu Gast beim DSO am Sonntag, den 26.01.
Prokofjews Sechste, Mozarts B-Dur-Klavierkonzert KV 595 und ein Werk von Unsuk Chin
Zum Ende des Monats am Sonntag, den 26. Januar begrüßt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) Leonidas Kavakos – diesmal nicht als Geigensolisten, sondern am Dirigierpult. Erstmals tritt der Ausnahmemusiker ausschließlich in dieser Position mit dem Orchester auf und legt sogleich ein vielseitiges Programm vor: Unsuk Chins ›subito con forza‹ und die Symphonie Nr. 6 von Sergei Prokofjew rahmen Mozarts Klavierkonzert Nr. 27 KV 595. Der vielfach prämierte Pianist Mao Fujita, der im April 2023 sein umjubeltes DSO-Debüt beging, übernimmt in Mozarts letztem Werk dieser Gattung den Solopart.
Stargeiger Leonidas Kavakos hat sich längst auch als Dirigent einen Namen gemacht. Am
26. Januar ist er in dieser Funktion nun erstmals beim DSO zu erleben. Er eröffnet den Abend mit der Zeitgenossin Unsuk Chin. Ihr ›subito con forza‹ entstand 2020 anlässlich des 250. Beethoven-Geburtstags und stellt eine herausfordernde, feingliedrige Hommage der ganz eigenen Art da. Im Anschluss erklingt das B-Dur-Klavierkonzert Nr. 27, das letzte aus Mozarts Feder. Den Solopart des reifen, sehr romantisch anmutenden Werks spielt Mao Fujita, einer der versiertesten Mozart-Interpreten der Gegenwart. In der zweiten Konzerthälfte folgt mit Prokofjews Sechster ein drastischer Stimmungsbruch. Das dunkel gefärbte Werk von 1946 steht wie kein anderes für die Schrecken des Krieges. Bei der Uraufführung im damaligen Leningrad wurde die Symphonie zunächst gefeiert, später vom Stalin-Regime verboten.
Leonidas Kavakos gewann in den 1980er-Jahren den Sibelius-, Paganini- und den Naumburg- Wettbewerb und hat sich seither als Geiger fest an der Spitze der Klassikwelt etabliert. In seiner Diskografie finden sich zahlreiche preisgekrönte Einspielungen. Als Dirigent musizierte er etwa mit dem London Symphony, dem New York Philharmonic, dem Chamber Orchestra of Europe und den Wiener Symphonikern. Mit dem DSO trat er mehrfach auf, zuletzt 2022 mit Strawinskys Violinkonzert unter der Leitung Robin Ticciatis.
Mao Fujita studierte noch am Tokyo College of Music, als er 2017 beim Clara-Haskil-Wettbewerb den Ersten sowie den Publikumspreis gewann. Heute konzertiert er u. a. mit dem Los Angeles Philharmonic, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem BR-Symphonieorchester und tourte zuletzt mit dem Leipziger Gewandhausorchester. Bei Sony Classical, wo er Exklusivkünstler ist, legte er als Debüt eine hochgelobte Gesamteinspielung der Mozart-Sonaten vor und trat mit dem Zyklus u. a. in der Wigmore Hall und der Elbphilharmonie auf.
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