Bruckners Fünfte Symphonie trifft auf Ethel Smyths Doppelkonzert am So., 27.10.
Dirigent Pablo Heras-Casado, Geiger Renaud Capuçon und Hornist Stefan Dohr
Eine echte Entdeckung: Unter der musikalischen Leitung von Pablo Heras-Casado widmen sich am Sonntag, den 27. Oktober in der Philharmonie das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) und die Solisten des Abends – Hornist Stefan Dohr und Geiger Renaud Capuçon, die zu den renommiertesten Vertretern ihres Fachs zählen – dem Doppelkonzert der Komponistin Ethel Smyth. Im Anschluss steht ein weiteres Mal Bruckner auf dem Programm, diesmal sein »kontrapunktisches Meisterstück«, die Fünfte Symphonie.
In diesem Jahr wäre Anton Bruckner 200 Jahre alt geworden – ein Anlass mehr, seinen Werken Platz in den Programmen einzuräumen. Erst 1935 hielt seine Symphonie Nr. 5 in ihrer Originalfassung Einzug in die Konzertsäle. Zu hören war nun endlich auch wieder die Doppelfuge im Finale, des Komponisten ganzer Stolz, welche er selbst nie zu Ohren bekam. Am 27. Oktober trifft seine Fünfte auf Melodien aus der Feder von Ethel Smyth, der lange unbeachteten britischen Komponistin und Frauenrechtlerin, deren Musik dem DSO seit einiger Zeit besonders am Herzen liegt. Ihr Doppelkonzert löst das Spannungsverhältnis der beiden Soloinstrumente, Violine und Horn, und des Orchesters so rund auf wie kaum ein zweites. Interpretiert wird es von den Ausnahmemusikern Renaud Capuçon und Stefan Dohr.
Der französische Geiger Renaud Capuçon arbeitet weltweit mit bedeutenden Orchestern und Dirigent:innen. Seit der Saison 2021/2022 ist er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Orchestre de Chambre de Lausanne. In letzterer Funktion wirkt er u. a. bei dem von ihm begründeten Festival de Pâques in Aix-en-Provence. Beim DSO übernahm er zuletzt 2023 den Solopart im Violinkonzert von Camille Pépin. – Stefan Dohr war einst selbst Mitglied des DSO, ehe er 1993 als Solo-Hornist zu den Berliner Philharmonikern wechselte. In dieser Funktion brachte er etliche zeitgenössische Hornkonzerte zur Uraufführung. Als Solist konzertiert er mit Orchestern weltweit, etwa dem Tokyo Metropolitan oder dem Swedish Radio Symphony. Er ist Mitglied des Ensembles Wien-Berlin und des Philharmonischen Oktetts Berlin.
Als gefragter Gastdirigent tritt Heras-Casado regelmäßig in bedeutenden Konzertsälen und Opernhäusern auf. Mit dem Freiburger Barockorchester, der Wiener Staatsoper und dem Teatro Real Madrid verbindet ihn eine langjährige und enge Zusammenarbeit. Zu seinen besonderen Erfolgen der jüngeren Vergangenheit zählt die Wiedereinladung zu den Bayreuther Festspielen sowie – neben weiteren wichtigen Preisen – die Auszeichnung als »Künstler des Jahres« bei den International Classic Music Awards 2021.
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