Thomas Schmidt-Ott startet mit dem DSO in seine letzte Spielzeit
Im Sommer 2025 gibt der Orchesterdirektor sein Amt ab
Thomas Schmidt-Ott, der im Sommer 2020 während der ersten Corona-Welle zunächst als Krisenmanager und Strategischer Berater zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (DSO) kam und 2022 Orchesterdirektor wurde, hat heute bekannt gegeben, dass er auf eigenen Wunsch seine Tätigkeit zum Ende der Saison 2024/2025 beenden wird. Damit wird
Schmidt-Ott das Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH (ROC) im Sommer 2025 verlassen.
Bereits in der Zeit von 1999 bis 2003 hatte er das DSO als Orchesterdirektor an der Seite des DSO-Ehrendirigenten Kent Nagano maßgeblich geprägt und in der Zusammenarbeit mit u. a. Tugan Sokhiev und Ingo Metzmacher, beides spätere Chefdirigenten des DSO, an der Zukunft des Orchesters mitgewirkt. Seit seiner Rückkehr im Jahr 2020 fokussierte sich Schmidt-Ott zusammen mit Chefdirigent Robin Ticciati auf einen Relaunch des DSO-Konzertbetriebs. Es gelang ihm mit seinem Team, die Publikums-Auslastung wie nie zuvor in der Geschichte des Orchesters zu steigern, oft ausverkauft, bei durchschnittlich 50 Symphoniekonzerten jährlich in Berlin sowie bei Kammerkonzerten, Gastspielen und auf ausgedehnten Tourneen.
Thomas Schmidt-Ott kommentiert seinen Entschluss: »Die Entscheidung, das DSO nach insgesamt fast 10 Jahren an der Spitze des Managements nun zum zweiten Mal zu verlassen, ist mir nicht leichtgefallen. Ich blicke voller Dankbarkeit auf die letzten Jahre, in denen das DSO neben seiner musikalischen Brillanz historische Bestmarken in Sachen Ticketverkauf, Auslastung, Konzert- und Tournee-Erträge, Drittmittel etc. erzielte. Mein Dank gilt meinem großartigen Team, allen wunderbaren Musiker:innen im DSO, Robin Ticciati, und ganz besonders der ROC, die uns alle unsere Aktivitäten erst ermöglicht. ›Standing room only‹, nur noch Stehplätze, das war mein erklärtes Ziel, mit dem ich im ersten Corona-Sommer antrat. Publikums- und Programmentwicklung, Marktdurchdringung und repertoirespezifische Diversifikation dank namhaftester Künstler unterschiedlichster Genres: In den letzten Spielzeiten konnten wir diese Strategien wirkungsvoll umsetzen. Für die kommenden Spielzeiten bin ich zuversichtlich.«
Der DSO-Orchestervorstand: »Seit 2020 hat Thomas Schmidt-Ott das DSO durch eine besonders herausfordernde Zeit geführt. Unter seiner Leitung gelang es dem Orchester, die Schwierigkeiten der Corona-Pandemie zu meistern und gestärkt daraus hervorzugehen. Dank seiner strategischen Weitsicht und seines großen persönlichen Einsatzes konnte das DSO sein Publikum nicht nur zurückgewinnen, sondern auch durch innovative Konzertformate und ein breiteres Repertoire die Besucherzahlen über das Vor-Pandemie-Niveau hinaus steigern. Wir danken Thomas Schmidt-Ott für seine herausragenden Verdienste.« Chefdirigent Robin Ticciati ergänzt: »We wish Thomas all the best for his future. He arrived during the awful Covid crisis and helped the orchestra enormously.«
Anselm Rose, Alleingeschäftsführer der Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH: »Thomas Schmidt-Ott führt das DSO ziel- und ergebnisorientiert. Er gibt den Berlinern – auch abseits der Philharmonie-Serien – neue Angebote, die sie gern und zahlreich annehmen, beispielhaft: ›Die Kunst der UnFuge‹ im Schlosspark Theater, die Kooperation mit ›ZEIT Verbrechen‹ im Haus des Rundfunks u. v. a. Und er gibt Raum für einzigartige dramaturgische Ideen (»Kein Konzert ohne Komponistin!«), die internationale Aufmerksamkeit und Wertschätzung für die musikalische Exzellenz und künstlerische Avantgarde des DSO bringen. Deswegen lassen wir ihn nur ungern gehen, respektieren aber seinen Wunsch und danken ihm für das Geleistete.«
Ansprechpartner
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Daniel Knaack
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel +49 (0) 30 20 29 87 537
Fax +49 (0) 30 20 29 87 549