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Zum Tod von Wolfgang Rihm: Eine Ära der großen Kreativität und Inspiration

Das DSO verliert einen engen künstlerischen Weggefährten

Mit tiefem Bedauern und großer Trauer nimmt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) Abschied von Wolfgang Rihm, einem der bedeutendsten und produktivsten Komponisten der Gegenwart. Rihm, dessen Schaffen die zeitgenössische Musiklandschaft maßgeblich geprägt hat, ist heute mit 72 Jahren verstorben, er hinterlässt ein unvergleichliches künstlerisches Erbe mit mehr als 500 Werken. Das DSO schätzt sich glücklich, seit 1976 zahlreiche Werke Rihms zur Uraufführung gebracht zu haben, darunter die Oper ›Dionysos‹ bei den Salzburger Festspielen 2010.

Wolfgang Rihm war auf den Konzertprogrammen des DSO so häufig vertreten wie kein anderer zeitgenössischer Komponist. Die fruchtbare künstlerische Beziehung begann 1976 mit der Uraufführung seiner Zweiten Symphonie und hielt an bis 2017, als Tzimon Barto unter der Leitung von Christoph Eschenbach das Zweite Klavierkonzert in der Berliner Philharmonie interpretierte. Zu den weiteren Uraufführungen Rihms, die das DSO spielte, zählen etwa das Orchesterwerk ›Umriss‹ (1986) und ›Deutsches Stück mit Hamlet‹ (1998) für Mezzosopran, Bariton und Orchester.

Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit war die Uraufführung der Oper ›Dionysos‹ im Jahr 2010 bei den Salzburger Festspielen. Die Oper, die auf Texten von Friedrich Nietzsche basiert, ist ein monumentales Werk, das die Grenzen des Musiktheaters auslotet und die intensive Auseinandersetzung Rihms mit Themen wie Ekstase, Rausch und Transzendenz widerspiegelt. Unter der Leitung des damaligen Chefdirigenten Ingo Metzmacher brachte das DSO dieses anspruchsvolle und faszinierende Werk in einer eindrucksvollen Inszenierung zur Weltpremiere. Die Aufführung wurde zu einem triumphalen Erfolg und erhielt international großes Lob. ›Dionysos‹ bleibt bis heute eines der zentralen Werke in Rihms Œuvre und ein Meilenstein in der Geschichte des DSO.

Der Tod von Wolfgang Rihm ist ein großer Verlust für die Musikwelt. Sein Vermächtnis wird durch seine mehr als 500 Werke weiterleben, die auch zukünftig ein fester Bestandteil des Repertoires des DSO sein werden.

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Ansprechpartner

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Daniel Knaack

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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