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Symposium zu ›Feministischer Musikpolitik‹ am Sonntag, den 02. Juni

Vorträge und Podiumsdiskussion mit Gäst:innen aus Wissenschaft, Publizistik und Praxis im Musikinstrumenten-Museum

Nachdem das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) sein Saisonprogramm 2023/2024 unter das Motto »Kein Konzert ohne Komponistin!« gestellt und damit eine »feministische Musikpolitik« ausgerufen hat, geht es dem Thema am Sonntag, den 2. Juni 2024 ab 15 Uhr nun weiter auf den Grund. Im Rahmen eines Symposiums in Kooperation mit dem Staatlichen Institut für Musikforschung und mit spannenden Vorträgen, Präsentationen und einer Podiumsdiskussion beginnt das DSO eine längst überfällige Auseinandersetzung, die den Weg für einen zukünftig diverseren Klassikbetrieb ebnen soll. Zu Wort kommen Expert:innen aus der Kulturbranche, der Musikwissenschaft und dem Orchestermanagement.

Von 100 Werken in klassischen Konzerten stammen weniger als zwei aus der Feder von Frauen. Den Kanon zu erweitern und mehr Sichtbarkeit für Komponistinnen zu schaffen, sei es für Zeitgenossinnen von Schubert, Beethoven und Mahler oder für heute wirkende Künstler:innen, hat sich das DSO zu Beginn der aktuellen Spielzeit auf die Fahnen geschrieben. Dieses Anliegen ging mit einer Quote als Selbstverpflichtung einher, seitdem taucht in jedem Konzertprogramm ein von einer Frau komponiertes Werk auf. Ausgehend von den Erfahrungen der von dieser Maßnahme geprägten Saison gilt es nun zu diskutieren, welche nächsten Schritte notwendig sind um den Klassikbetrieb in eine weniger männerdominierte Branche zu transformieren und Kultur für alle Menschen zugänglich und gerecht zu gestalten. Um sich diesen Fragen anzunehmen, findet sich am Sonntag, den 2. Juni im Curt-Sachs-Saal des Musikinstrumenten-Museums Berlin, dem Ruf des DSO folgend, eine Reihe von Expert:innen zusammen, die sich in ihrer Forschung oder Berufspraxis intensiv mit der Rolle von Frauen im Kulturbetrieb auseinandersetzen. Dazu gehören Nicola Bramkamp, Mitbegründerin der Konferenz ›Burning Issues – Performing Arts & Equity‹, die sich für mehr Gerechtigkeit und Gleichstellung in der Theaterszene einsetzt; Prof. Dr. Rebecca Grotjahn, die an der Schnittstelle zwischen Musikgeschichte und -soziologie forscht; Prof. Dr. Susanne Rode-Breyman, welche 2006 das ›Forschungszentrum Musik und Gender‹ ins Leben rief; und der Pianist, Komponist, Journalist und Autor Arno Lücker, der 2023 das Buch ›250 Komponistinnen. Frauen schreiben Musikgeschichte‹ veröffentlichte. Orchesterdirektor Dr. Thomas Schmidt-Ott und Marlene Brüggen, Leiterin der Künstlerischen Planung beim DSO, auf deren Initiative hin »Kein Konzert ohne Komponistin!« realisiert wurde, machen die Speaker:innenrunde des Symposiums komplett. Durch die Veranstaltung führt die Moderatorin Shelly Kupferberg. Es begrüßt als Gastgeberin die Direktorin des Staatlichen Instituts für Musikforschung Dr. Rebecca Wolf.

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Ansprechpartner

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Daniel Knaack

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel +49 (0) 30 20 29 87 537

Fax +49 (0) 30 20 29 87 549

presse@dso-berlin.de