19.10 Uhr Einführung
Übertragung
Termin wird noch bekannt gegeben
Programm
Alfred Schnittke
Requiem für Soli, Chor und Instrumente
Maurice Duruflé
Requiem für Soli, Chor, Orgel und Orchester
Mitwirkende
Justin Doyle Dirigent
- Jennifer Johnston Mezzosopran
- Solist*innen des RIAS Kammerchors
RIAS Kammerchor Berlin
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Zum Konzert
»Jedes Mal, wenn ich an das Sanctus-Thema denke, erwacht in mir neue Hoffnung«, sagt der georgische Komponist Gija Kantscheli, ein Freund von Alfred Schnittke. »Von solch einem Frieden, von solcher Schönheit, von solcher Reinheit träume ich, wenn ich an den tiefsten, im Inneren verborgenen Sinn denke.« Dabei ist das ›Sanctus‹ aus Schnittkes Requiem ziemlich ungewöhnlich: Da jubiliert kein Chor, da donnern keine Pauken, da triumphieren keine Trompeten darüber, dass Gott heilig und groß ist – im Gegenteil. Zuerst intoniert hier nur eine Stimme den Text, woraufhin sich nach und nach die anderen Stimmen in die wiegenden Melismen einweben, beinahe wie in Trance, wie entrückt in eine andere Welt. Die erste Hälfte dieses Satzes, sagt Alfred Schnittke, sei ihm im Traum erschienen: »Allerdings nicht so prunkvoll wie gewöhnlich. Es war ein stilles Sanctus.« Deshalb zieht er sich auch bescheiden hinter diese spirituelle Eingebung zurück: »Ich habe das Gefühl, dass mir einige Ideen quasi geschenkt worden sind, sie stammen nicht von mir.«
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