Die aufstrebende amerikanische Dirigentin Molly Turner gilt als außergewöhnliches junges Talent, das mit großer Leidenschaft dirigiert. In den Spielzeiten 2023/2024 und 2024/2025 war sie als Conducting Fellow beim New World Symphony tätig, wo sie das Orchester bei Abonnement-, Familien-, Bildungs- und Festtagskonzerten leitete, und war 2024/2025 zudem Dudamel Fellow beim Los Angeles Philharmonic.
In der Saison 2025/2026 kehrt Turner zum Los Angeles Philharmonic zurück, um im Rahmen der Green-Umbrella-Reihe für Neue Musik aufzutreten, sowie zum Orchestre de Paris, um eine Reihe von Konzerten für junge Menschen zu dirigieren. Nach ihrem erfolgreichen Debüt 2025 beim Minnesota Orchestra im Rahmen dessen Bildungskonzertreihe kehrt sie im Laufe der Saison 2025/2026 für mehrere Projekte zu dem Ensemble zurück, darunter Aufführungen von Tschaikowskys ›Der Nussknacker‹ sowie die »Season Sampler«-Konzerte. Zu den weiteren Engagements der Saison zählen ein Debüt in der nordischen Abonnementreihe mit dem Kristiansand Symfoniorkester sowie die Leitung der zeitgenössischen Kammeroper ›Stuck Elevator‹.
Zu den Höhepunkten ihres Dudamel Fellowship beim Los Angeles Philharmonic gehörten eine »Noon to Midnight«-Aufführung mit der New Music Group sowie ein »Symphonies for Schools«-Konzert, während sie beim New World Symphony gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter Stéphane Denève sowie mit Gästen wie Edward Gardner, Carlos Miguel Prieto und Leonidas Kavakos am Pult stand. Zu ihren jüngsten Engagements zählen die SoundBox-Reihe des San Francisco Symphony, das Festival of Contemporary Music in Tanglewood, das Lucerne Festival Contemporary Orchestra, das Gstaad Festival Orchestra, das Theater Orchester Biel Solothurn, das Juilliard Orchestra und das Dallas Opera Orchestra. 2019 war Turner die jüngste Dirigentin, die zu einem Residenzprogramm am Hart Institute for Women Conductors der Dallas Opera eingeladen wurde. Sie ist zudem die erste Preisträgerin des Judy Rodin Fellowship for an Outstanding Woman Musician.
Von Beethoven und Brahms bis hin zu Strawinsky, Bartók und Barber reicht Turners Repertoire, ergänzt durch ein besonderes Interesse an zeitgenössischer Musik. Sie dirigierte Werke u. a. von Wynton Marsalis, Jessie Montgomery und Caroline Shaw und arbeitete mit Komponist*innen wie Jimmy López, Donnacha Dennehy, Nico Muhly und Paul Novak zusammen. Auch als Komponistin ist sie tätig und brachte zuletzt ihr Orchesterwerk ›Open Doors‹ zur Uraufführung. In ihrer eigenen Musik beschäftigt sie sich mit dem Spannungsfeld zwischen strikt notierten und aleatorischen Elementen; zudem spielt die Auseinandersetzung mit dem Standardrepertoire eine subtile Rolle. Projekte außerhalb des traditionellen Konzertsaals – von Improvisation bis hin zu Multimedia-Performances – sind ebenfalls ein zentraler Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit.
Turner nahm 2025 als Dirigentin an den Festivals von Verbier und Luzern teil. Außerdem übernahm sie die Vertretung als Dirigentin beim New York Philharmonic und sie war Assistenzdirigentin bei den Berliner Philharmonikern, dem San Francisco Symphony, dem Utah Symphony, dem San Diego Symphony und dem Polnischen Nationalradio-Sinfonieorchester tätig. Sie erhielt ihr Künstlerdiplom am Colburn Conservatory of Music als Salonen-Stipendiatin bei Esa-Pekka Salonen und absolvierte ihren Master in Orchesterleitung an der Juilliard School bei David Robertson. Zuvor studierte sie Komposition und schloss ihr Bachelorstudium an der Rice University ab. Zudem nahm sie an der Gstaad Festival Conducting Academy, der Aspen Conducting Academy und dem Eastern Music Festival teil.