Programm
Julia Perry
›A Short Piece for Orchestra‹
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 1 D-Dur
Mitwirkende
Manfred Honeck Dirigent
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
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Besucherservice des DSO
in der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH
Charlottenstr. 56 / 2. OG
10117 Berlin / am Gendarmenmarkt
Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 9 – 18 Uhr
Kontakt:
Tel 030. 20 29 87 11
Fax 030. 20 29 87 29
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›A Short Piece for Orchestra‹
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 1 D-Dur
Manfred Honeck Dirigent
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Dirigent
Manfred Honeck hat sich als einer der weltweit führenden Dirigenten etabliert, dessen unverwechselbare und richtungsweisenden Interpretationen international große Anerkennung erfahren. Als Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra, wo sein mehrfach verlängerter Vertrag bis zum Ende des Saison 2027/2028 läuft, geht er in seine achtzehnte Spielzeit und prägt weiterhin mit großem Engagement und Leidenschaft die künstlerische Identität des Orchesters. Unter seiner Leitung wird das Orchester sowohl in Pittsburgh als auch im Ausland gefeiert und hat sich durch zahlreiche Tourneeauftritte als kultureller Botschafter der Stadt Pittsburgh etabliert. Gemeinsame Auftritte fanden in der Carnegie Hall und im Lincoln Center in New York ebenso statt wie in den bedeutendsten europäischen Musikmetropolen und bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, den BBC Proms, dem Musikfest Berlin, dem Lucerne Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Beethovenfest Bonn und dem Grafenegg Festival. Letztes Jahr führte eine Festivaltournee durch neun europäische Städte. Die Reise begann bei den Salzburger Festspielen – wo man als einziges amerikanisches Orchester zu Gast war – und endete im Wiener Konzerthaus.
Seine erfolgreiche Tätigkeit in Pittsburgh wird durch zahlreiche Aufnahmen für das Label Reference Recordings umfassend dokumentiert. Alle Einspielungen mit Werken von Beethoven, Brahms, Bruckner, Schostakowitsch, Strauss, Tschaikowsky und anderen erhielten eine Vielzahl an hervorragenden Rezensionen und wurden mehrfach für den Grammy nominiert. 2018 gewannen er und das Orchester den Grammy für ›Best Orchestral Performance‹. Die jüngste Aufnahme, ›Requiem: Mozart's Death in Words and Music›, erschien im August 2025. Bei seiner Konzeption dieser imaginären Totenmesse für Mozart, die dessen Requiem mit gregorianischem Gesang, Lesungen und weiteren seiner Werke kombiniert, ließ Manfred Honeck sich von Mozarts eigenen Gedanken über den Tod, seinem katholischen Glauben und den Wiener Traditionen des 18. Jahrhunderts inspirieren.
In Österreich geboren, absolvierte Manfred Honeck seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Wien. Seine langjährige Erfahrung als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters war nachhaltig prägend für seine Arbeit als Dirigent. Maßgeblich für seine Interpretationen ist die Entschlossenheit, sich tief unter die Oberfläche der Musik zu begeben. Seine Laufbahn begann er als Assistent von Claudio Abbado in Wien sowie als Leiter des Jeunesse Orchesters Wien. Anschließend wurde er als Erster Kapellmeister an das Opernhaus Zürich verpflichtet, wo er 1993 den Europäischen Dirigentenpreis erhielt. Er wirkte seither als einer der drei Hauptdirigenten des MDR Sinfonieorchesters Leipzig, als Musikalischer Leiter der Norwegischen Nationaloper, als Erster Gastdirigent des Oslo Philharmonic Orchestra und der Tschechischen Philharmonie sowie als Chefdirigent des Swedish Radio Symphony Orchestra in Stockholm. Im November 2023 wurde er von den Bamberger Symphonikern, mit denen ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet, zum Ehrendirigent ernannt.
Manfred Honeck ist auch als Operndirigent gefragt. In seinen vier Spielzeiten als Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart dirigierte er Premieren von Opern von Berlioz, Mozart, Poulenc, Strauss, Verdi und Wagner. Gastspiele führten ihn unter anderem an die Semperoper Dresden, an die Komische Oper Berlin, an die Königliche Oper in Kopenhagen, ans Théâtre de la Monnaie in Brüssel und zu den Salzburger Festspielen. Im Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 übernahm er die musikalische Leitung der Neuinszenierung von ›Fidelio‹ (Fassung 1806) am Theater an der Wien. Sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York im Herbst 2022, eine Wiederaufnahme von Mozarts ›Idomeneo‹, wurde von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert.
Jenseits des Dirigentenpults hat er eine Reihe von symphonischen Suiten konzipiert, die auf szenischen Werken basieren, darunter Janáčeks ›Jenůfa‹, Strauss' ›Elektra‹, Dvořáks ›Rusalka‹ und Puccinis ›Turandot‹. Diese Arrangements, die er fast alle mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra aufgenommen hat, bringt er auch regelmäßig mit Orchestern auf der ganzen Welt zur Aufführung. Die neueste Bearbeitung, eine Symphonische Fantasie aus Strauss' Oper ›Arabella‹, fand 2025 ihre Premiere in Pittsburgh. Als Gastdirigent steht Manfred Honeck am Pult aller führenden internationalen Klangkörper, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Berliner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Royal Concertgebouw Orchestra, das London Symphony Orchestra, das Orchestre de Paris, das Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom sowie die Wiener Philharmoniker. In den USA leitete er das Los Angeles Philharmonic, das New York Philharmonic Orchestra, The Cleveland Orchestra, das Chicago Symphony Orchestra, das Boston Symphony Orchestra, das Philadelphia Orchestra und das San Francisco Symphony. Er ist außerdem seit mehr als dreißig Jahren Künstlerischer Leiter der Internationalen Wolfegger Konzerte. In der Saison 2025/2026 nimmt er Mahlers Symphonie Nr. 2 ›Auferstehung‹ und Bruckners Symphonie Nr. 8 mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra auf und dirigiert im Rahmen der Feierlichkeiten zum 250-jährigen Jubiläum der Vereinigten Staaten eine Vielzahl amerikanischer Orchesterwerke. Er ist auch darüber hinaus stark in den USA präsent und kehrt zum Chicago Symphony Orchestra, New York Philharmonic, San Francisco Symphony und zum Los Angeles Philharmonic zurück. Zu Ehren des 200. Geburtstags von Johann Strauß im Jahr 2025 standen dessen Werke im Mittelpunkt vieler seiner Konzertprogramme von Stockholm bis Bamberg, darunter das Jubiläumskonzert im Wiener Musikverein gemeinsam mit der weltberühmten Geigerin Anne-Sophie Mutter. Manfred Honeck wurde von mehreren US-amerikanischen Universitäten zum Ehrendoktor ernannt. Im Auftrag des österreichischen Bundespräsidenten wurde er mit dem Berufstitel Professor gewürdigt. Die Fachjury der International Classical Music Awards zeichnete ihn 2018 als ›Artist of the Year‹ aus.
Mit dem DSO tritt Manfred Honeck regelmäßig auf. Zuletzt dirigierte er im Mai 2026 ein Konzert mit Werken von Tschaikowsky und Sibelius.

Orchester
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) wurde von der Süddeutschen Zeitung als »orchestraler Think Tank« unter den hauptstädtischen Klangkörpern hervorgehoben. Durch die beziehungsreiche Dramaturgie seiner Programme, den Einsatz für Musik der Gegenwart und regelmäßige Repertoireentdeckungen zeichnet es sich ebenso aus wie durch den Mut zu ungewöhnlichen Konzertformaten und Präsentationsformen. Innovative Impulse setzte das DSO etwa mit Elektro-Projekten, der Produktion aufsehenerregender Musikfilme sowie durch interdisziplinäre Kooperationen und die Zusammenarbeit mit Ensembles der freien Szene. Seit über 15 Jahren schlägt es mit seinen moderierten Casual Concerts samt Lounge und Live Act erfolgreich die Brücke zwischen Club und Klassik und erreicht damit ein diverses Publikum. Seit 2014 bringt es Laien- mit Profimusiker*innen zu Berlins größtem Spontanorchester, dem ›Symphonic Mob‹, zusammen – ein Konzept, das mittlerweile auch europaweit lizenziert wird.
In der Saison 2023/2024 sorgte das DSO mit einer Initiative feministischer Musikpolitik unter dem Motto ›Kein Konzert ohne Komponistin!‹ weltweit für Furore; 2024/2025 unterstrich es mit der Kampagne ›Orchester für die Demokratie‹ seine Positionierung für eine offene Gesellschaft und das Eintreten für marginalisierte Gruppen in verschiedenen Konzertprogrammen. Diesem Selbstverständnis blieb sich das DSO auch in der Spielzeit 2025/2026 treu: Unter dem Titel ›Afrodiaspora – Composing While Black‹ rückte es als weltweit erstes Orchester Musik Schwarzer Komponist*innen ins Zentrum, vergab Auftragskompositionen und präsentierte Cellist Abel Selaocoe als »Artist in Focus«.
Durch zahlreiche Gastspiele ist das DSO als Kulturbotschafter Berlins und Deutschlands im nationalen und internationalen Musikleben präsent. In den letzten Jahren konzertierte es in Brasilien und Argentinien, in Japan, China, Malaysia, Abu Dhabi und in Osteuropa, außerdem bei bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen oder den BBC Proms. Auch mit vielfach ausgezeichneten CD-Produktionen ist das DSO weltweit gefragt. 2011 erhielt es für die Weltersteinspielung von Kaija Saariahos ›L’amour de loin‹ unter Kent Naganos Leitung den Grammy Award für die beste Opernaufnahme.
Gegründet 1946 als RIAS-Symphonie-Orchester, wurde es 1956 in Radio-Symphonie-Orchester Berlin umbenannt. Den heutigen Namen trägt es seit 1993. Seit seiner Gründung hat es das DSO verstanden, herausragende Künstlerpersönlichkeiten an sich zu binden. Ferenc Fricsay definierte als erster Chefdirigent Maßstäbe im Repertoire, im Klangideal und in der Medienpräsenz. 1964 übernahm der junge Lorin Maazel die künstlerische Verantwortung, 1982 folgte Riccardo Chailly und 1989 Vladimir Ashkenazy. Kent Nagano wurde 2000 zum Chefdirigenten berufen. Seit seinem Abschied 2006 ist er dem Orchester als Ehrendirigent eng verbunden. Von 2007 bis 2010 setzte Ingo Metzmacher, von 2012 bis 2016 Tugan Sokhiev und von 2017 bis 2024 Robin Ticciati mit dem Orchester entscheidende Akzente im hauptstädtischen Musikleben. Ihnen folgt der Japaner Kazuki Yamada, der mit Beginn der Spielzeit 2026/2027 als Chefdirigent an der Spitze des DSO steht.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH (ROC), die von Deutschlandradio (40 %), der Bundesrepublik Deutschland (35 %), dem Land Berlin (20 %) und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (5 %) getragen wird.