Biografie
Tabita Berglund gilt als eine der gefragtesten jungen Dirigentinnen der Gegenwart. In der Saison 2024/2025 begann sie ihre vierjährige Amtszeit als Erste Gastdirigentin des Detroit Symphony Orchestra, ab 2025/2026 trägt sie den gleichen Titel bei der Dresdner Philharmonie. Sie wurde nach ihrem jeweiligen Debüt in die Position berufen.
Berglund studierte an der Norwegischen Musikakademie, zunächst als Cellistin bei Truls Mørk und später als Orchesterdirigentin bei Ole Kristian Ruud, bei dem sie ihr Studium 2019 abschloss. Sie konzertierte regelmäßig mit dem Oslo Philharmonic Orchestra und dem Bergen Philharmonic Orchestra sowie den Trondheim Soloists, bevor sie sich ab 2015 dem Dirigieren zuwandte. Bei Bernard Haitink, Jorma Panula und Jaap van Zweden nahm sie an Meisterklassen teil.
Die im norwegischen Trondheim geborene Dirigentin setzt sich für die Musik nordischer Landsleute wie Thorvaldsdottir, Saariaho, Sibelius, Svendsen und Irgens Jensen ein. Ihr breit gefächertes Repertoire reicht von Mozart und Beethoven bis hin zu Dvořák, Mussorgsky, Poulenc, Lutosławski und Britten.
Zu den symphonischen Höhepunkten der Saison 2024/2025 gehörten Debüts mit dem Houston Symphony Orchestra, dem Minnesota Orchestra, den Göteborger Symphonikern, dem Gürzenich-Orchester Köln, dem Orchestre de chambre de Paris, dem Polish National Radio Symphony Orchestra, dem Iceland Symphony Orchestra und dem Lahti Symphony Orchestra sowie Berglunds Einstand beim Detroit Symphony Orchestra mit der US-Erstaufführung von Anna Clynes Violinkonzert ›Time and Tides‹ mit dem Solisten Pekka Kuusisto. Zu den weiteren Höhepunkten der Saison zählten Berglunds Asien-Debüt mit dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, ihr Debüt bei den Osterfestspielen Salzburg mit dem Mozarteum Orchester Salzburg, eine Europatournee mit dem Orchestra della Svizzera Italiana und die Rückkehr zur Dresdner Philharmonie, zum Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, zum Orchestre national de Lyon, zum Tonkünstler-Orchester Niederösterreich und zum Trondheim Symphony Orchestra. Im Dezember 2024 dirigierte sie das Norwegische Nationalballett in zwölf Aufführungen von Tschaikowskys ›Der Nussknacker‹.
Berglund arbeitet regelmäßig mit international renommierten Solisten zusammen. Zu den jüngsten und kommenden Partnerschaften gehören Jean-Yves Thibaudet, Leila Josefowicz, Truls Mørk, Cédric Tiberghien, Nicolas Altstaedt, Håkan Hardenberger, Alexander Malofeev, die Brüder Jussen sowie Camilla Tilling.
Im August 2024 war sie Vorsitzende der Jury für das große Finale des Eurovision Young Musicians Wettbewerbs, der in ganz Europa über die großen Sender live übertragen wurde.
Ihre Debüt-CD mit dem Oslo Philharmonic und der Geigerin Sonoko Miriam Welde erschien 2021 (LAWO) und wurde 2022 für den Spellemannprisen (das norwegische Pendant des Grammy) in der Kategorie Klassik nominiert.
Mit dem Konzert im Oktober 2025 gibt Tabita Berglund ihr Debüt beim DSO.
August 2025