Biografie
Der südafrikanische Tenor Siyabonga Maqungo wird für seine strahlende Stimmfarbe, seine emotionale Aufrichtigkeit und seine charmante Bühnenpräsenz gefeiert. Ob er nun den David in ›Die Meistersinger von Nürnberg‹ oder Rossinis eleganten Grafen Almaviva in ›Il barbiere di Siviglia‹ verkörpert – Maqungos Aufrichtigkeit und Herzlichkeit finden beim Publikum stets großen Anklang. Maqungo, seit der Spielzeit 2020/2021 Ensemblemitglied an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, hat ein breites Repertoire aufgeführt, darunter Tamino in ›Die Zauberflöte‹, Jaquino in ›Fidelio‹, Froh in ›Das Rheingold‹ und zuletzt Henry Morosus in ›Die schweigsame Frau‹ in einer Neuproduktion, die den Beginn von Christian Thielemanns Amtszeit als Musikdirektor markierte. Zu seiner wachsenden internationalen Karriere gehören sein Debüt an der Mailänder Scala als Froh in David McVicars Neuinszenierung von ›Das Rheingold‹ sowie die Titelrolle in ›Mitridate, re di Ponto‹ am Teatro Real Madrid unter der Leitung von Ivor Bolton in einer Inszenierung von Claus Guth.
Aktuell glänzt Maqungo weiterhin in Berlin und singt alle wichtigen Tenorpartien von Mozart. Er gibt sein Debüt als Belmonte in einer Neuproduktion von ›Die Entführung aus dem Serail‹ unter der Regie von Andrea Moses und unter der Leitung von Thomas Guggeis und kehrt in der Rolle des Henry Morosus unter Christian Thielemann zurück. Auch seine Konzertkarriere erweitert sich mit Debüts u. a. bei den Münchner Philharmonikern unter Riccardo Minasi, dem Atlanta Symphony Orchestra unter Nathalie Stutzman und dem Orchestre philharmonique de Strasbourg unter Aziz Shokhakimov mit einem Repertoire, das von Beethoven über Mozart bis hin zu Puccini reicht. Er begleitet das Freiburger Barockorchester unter René Jacobs auf einer großen Europatournee mit Cavallis ›Il Giustino‹ und kehrt an die Mailänder Scala für ›Der Ring des Nibelungen‹ unter Simone Young zurück. Maqungo hat Beethovens Neunte Symphonie sowohl mit dem Orchestre de Paris unter Klaus Mäkelä als auch mit dem Orchestra e Coro dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom unter Lahav Shani aufgeführt. Seine Affinität zum geistlichen und oratorischen Repertoire – wie Brittens ›War Requiem‹ und die Rolle des Evangelisten in Bachs Passionen – unterstreicht seine fesselnde Erzählkunst. Als leidenschaftlicher Rezitalist arbeitet er häufig mit dem Pianisten Klaus Sallmann zusammen und präsentiert sorgfältig zusammengestellte Programme in ganz Berlin.
Zu seiner Diskografie gehört eine herausragende Darstellung des Pong in Puccinis ›Turandot‹, veröffentlicht bei Warner Classics und dirigiert von Sir Antonio Pappano – eine Aufnahme, die für den International Opera Award 2023 nominiert wurde.
Maqungo, der in Südafrika geboren und aufgewachsen ist, begann sein Musikstudium an der North-West University und setzte es an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Josef Protschka fort. Er wurde 2018 beim Internationalen Opernwettbewerb in Portofino mit dem zweiten Preis ausgezeichnet, woraufhin er 2019 für den International Opera Award in der Kategorie Junger Sänger nominiert wurde.
April 2026