Biografie
Mit der Eröffnung der Komischen Oper Berlin im Jahr 1947 ging auch die Gründung eines eigenen Orchesters einher. Intendant Walter Felsenstein beauftragte den in Moskau geborenen Dirigenten und Komponisten Leo Spies mit dem Aufbau des neuen Klangkörpers. Bis 1954 wirkte dieser an der Komischen Oper als Dirigent und Studienleiter. Seit der Spielzeit 2023/2024 ist der US-amerikanische Dirigent James Gaffigan Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin.
Zahlreiche Aufnahmen zeugen seit Gründung von der Ausstrahlung des Orchesters, die von späteren Generalmusikdirektoren wie Rolf Reuter, Yakov Kreizberg, Kirill Petrenko, Henrik Nánási und Ainārs Rubiķis noch intensiviert wurde.
Viele bedeutende Gastdirigent:innen haben das künstlerische Spektrum erweitert, unter ihnen Rudolf Kempe, Hartmut Haenchen, Rudolf Barschai, Lothar Zagrosek, Fabio Luisi, Sir Mark Elder, Sir Neville Marriner, Sir Roger Norrington, Mirga Gražinyte-Tyla, Marie Jacquot, George Petrou, Giedrė Šlekytė, Simone Young und Dennis Russell Davies.
Auch die Liste international renommierter Gastsolist:innen ist eindrucksvoll. Dazu zählen so unterschiedliche Künstler:innen wie Till Brönner, Rudolf Buchbinder, Maria Farantouri, Barbara Hendricks, Daniel Hope, Patricia Kopatchinskaja, Gidon Kremer, Mischa Maisky, Dagmar Manzel, Sabine Meyer, Gabriela Montero, Fazıl Say und Lars Vogt.
Das Repertoire des Orchesters spiegelt die ganze Vielfalt der Musikgeschichte wider: von Monteverdi über Händel und Mozart, die großen romantischen Komponist:innen des 19. Jahrhunderts bis hin zur frühen Moderne und dem Musikschaffen unserer Zeit. In Kammerkonzerten in unterschiedlichsten Formationen setzen sich die Musiker:innen des Orchesters zudem für die Kammermusik ein. Einen wichtigen Schwerpunkt legt das Orchester auf Konzerte für Kinder und Jugendliche.
Ein besonderes Gewicht wurde und wird zudem der zeitgenössischen Musik beigemessen. So hat das Orchester der Komischen Oper Berlin viele Ur- und Erstaufführungen in Zusammenarbeit mit Komponist:innen wie Benjamin Britten, Hans Werner Henze, Christian Jost, Georg Katzer, Giuseppe Manzoni, Siegfried Matthus, Olga Neuwirth, Krzysztof Penderecki, Aribert Reimann, Ruth Zechlin und Hans Zender erarbeitet.
Für die Realisierung von Mahlers monumentaler Achter Symphonie im September 2025 arbeitet das Orchester erstmals mit dem DSO zusammen.
Mai 2025