Biografie

Die in der Ukraine geborene Dirigentin Olha Dondyk erlangt aufgrund ihrer musikalischen Sensibilität, ihrer technischen Sicherheit und ihres Engagements für die Kulturförderung rasch Anerkennung. Als Halbfinalistin des internationalen Dirigentenwettbewerbs La Maestra 2024 in Paris erhielt Dondyk eine besondere Auszeichnung der European Concert Hall Organisation (ECHO) und wurde in die La Maestra Academy aufgenommen. Ihr internationales Debüt gab sie im Januar 2024 mit dem Rotterdamer Philharmonischen Orchester in einem Konzert zur Unterstützung der Ukraine und wurde umgehend für weitere Kooperationen eingeladen.

Dondyk baut eine enge Beziehung zum Orchestre de Paris auf, leitet das Orchester bei Familien- und Schulkonzerten sowie beim Konzert der Sommerakademie und assistiert Klaus Mäkelä, Paavo Järvi, Andrés Orozco-Estrada und Esa-Pekka Salonen. Zu ihren weiteren Engagements zählen Auftritte mit dem Orchestre Avignon Provence, dem Residentie Orkest, dem Noord Nederlands Orkest und dem Nationalen Opernorchester Albaniens. Sie arbeitet mit Solist*innen wie Anna Fedorova, Antonii Baryshevskyi und Victor Julien-Laferrière zusammen.

Zu den jüngsten Höhepunkten zählen Auftritte mit dem Phion Orkest van Gelderland en Overijssel, dem Paris Mozart Orchestra beim Berlioz-Festival und der Jungen Norddeutschen Philharmonie. Sie hat Dirigent*innen wie Lahav Shani, Maxime Pascal, Debora Waldman und Petri Sakari assistiert und an Meisterkursen bei Pablo Heras-Casado und David Reiland teilgenommen. Ihr Repertoire reicht von Mozart, Beethoven, Dvořák, Honegger und Sibelius bis hin zu zeitgenössischen ukrainischen Komponisten wie Valentyn Sylvestrov und Svyatoslav Lunyov.

Dondyk begann ihre musikalische Laufbahn in Kiew, wo sie zunächst Klavier und Violine studierte, bevor sie sich an der R. M. Glière-Musikakademie in Kiew auf Chorleitung spezialisierte. Tief verwurzelt in der reichen Chortradition ihres Heimatlandes begann sie, Kinderchöre zu dirigieren, und war als Assistenzdirigentin für Andriy Bondarenkos Musical ›Kai und Gerda‹ an der Nationalphilharmonie der Ukraine tätig.

Im Jahr 2022 zog Dondyk nach Deutschland, wo sie ihr Studium im Fach Orchesterleitung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Professor Alexander Rumpf fortsetzte. Im Rahmen ihres Studiums absolviert sie regelmäßig Praktika bei der Philharmonie Südwestfalen. Sie engagiert sich weiterhin intensiv für die Förderung ukrainischer Musik und Kultur beim deutschen Publikum und tritt häufig im Klavierduett mit ihrer Mutter Oksana Dondyk auf.

April 2026

Konzerte mit Olha Dondyk