Biografie

Der Cellist Kian Soltani wurde 1992 in Bregenz in eine persische Musikerfamilie geboren. Er begann im Alter von vier Jahren mit dem Cellospiel, mit zwölf Jahren trat er in die Klasse von Ivan Monighetti an der Musik-Akademie Basel ein. Seinen internationalen Durchbruch erreichte er im Alter von 19 Jahren mit gefeierten Debüts im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins und bei der Schubertiade Hohenems. Seit Oktober 2023 hat Kian Soltani eine Professur an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien inne.

Im November 2018 begann der Cellist als ›Junger Wilder‹ eine dreijährige Residenz am Konzerthaus Dortmund, 2019 war er ›Artist in Residence‹ des Royal Philharmonic Orchestra. In der Saison 2023/2024 hatte er eine Residenz beim Tonhalle-Orchester Zürich.

In den vergangenen Spielzeiten konzertierte er u. a. mit den Symphonieorchestern von Los Angeles, Chicago und Boston, der Amsterdam Sinfonietta, den Münchner und Wiener Philharmonikern, dem WDR Sinfonieorchester, der Staatskapelle Berlin sowie dem Orchestre Philharmonique de Radio France und der Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Er tritt regelmäßig auf Festivals wie Verbier, Rheingau, Dvořák Prague Festival, Bregenzer Festspiele, Gstaad Menuhin Festival, Grafenegg, Kissinger Sommer und vielen anderen auf.

Als Kammermusiker war Soltani u. a. in der Carnegie Hall, der Wigmore Hall, bei den Festspielen in Salzburg und Luzern sowie im Boulez Saal zu erleben.

Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Cellist spielt er gelegentlich auch die Kemantsche, ein traditionelles persisches Streichinstrument. So auch im Juli 2021, als er im Rahmen seiner Residenz beim Schleswig-Holstein Musik Festival einen persischen Abend mit dem von seinem Vater gegründeten Ensemble Shiraz kuratierte.

2017 unterzeichnete Kian Soltani einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon, die seine erste CD ›Home‹ im Februar 2018 veröffentlichte. Ihr folgte 2018 eine Mozart-CD mit Daniel und Michael Barenboim und Yulia Deyneka. 2019 erschien bei Warner Classics eine Live-Aufnahme mit Klaviertrios von Dvořák und Tschaikowsky, musikalische Partner waren Lahav Shani und Renaud Capuçon. 2020 folgte Dvořáks Cellokonzert mit der Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim. Für sein im Oktober 2021 erschienenes Album ›Cello Unlimited‹ wurde er mit dem ›Innovative Listening Experience Award‹ und dem Opus Klassik 2022 ausgezeichnet. 2024 erschien das Album ›Kian Soltani – Schumann‹, das er zusammen mit dem Pianisten Julien Quentin einspielte.

Zu den bedeutenden internationalen Auszeichnungen des Cellisten gehört der Gewinn des internationalen Paulo-Cello-Wettbewerbs in Helsinki 2013, der vom Schleswig-Holstein Musik Festival verliehene ›Leonard Bernstein-Award‹ 2017 und der ›Credit Suisse Young Artist-Award‹ 2018.

Kian Soltani spielt die ›London ex Boccherini 1694‹-Stradivari, die ihm über die Beare’s International Violin Society zur Verfügung gestellt wurde.

Sein Debüt beim DSO gab der Künstler in der Spielzeit 2020/2021.

Juli 2025

Konzerte mit Kian Soltani