Biografie
Die Grammy-prämierte Dirigentin Karen Kamensek beeindruckt durch ihre stilistische Vielseitigkeit und ihr tiefes Engagement für Komponist*innen des 20. und 21. Jahrhunderts – Qualitäten, die ihr Schaffen sowohl auf der Opernbühne als auch im Konzertsaal prägen. Die Saison 2025/2026 unterstreicht ihre außergewöhnliche künstlerische Bandbreite mit einem vielfältigen Programm aus Opern- und Konzertprojekten auf internationalem Parkett.
Im Opernbereich gibt Kamensek in dieser Spielzeit mehrere bedeutende Debüts: am Gran Teatre del Liceu in Barcelona mit Philip Glass’ ›Akhnaten‹ in der gefeierten Inszenierung von Phelim McDermott; an der Opéra national de Paris, wo sie gemeinsam mit Countertenor Anthony Roth Costanzo das Orchester der Pariser Oper im Palais Garnier leitet – mit einem Programm, das Werke von Händel und Glass gegenüberstellt; sowie an der Opéra Royal de Wallonie-Liège, wo sie ein Doppelprojekt dirigiert: die Uraufführung von Benoît Merniers ›Bartleby‹ nach der Kurzgeschichte von Herman Melville und Francis Poulencs ›La Voix humaine‹, inszeniert von Vincent Boussard. Außerdem kehrt sie an die Königliche Oper Stockholm zurück, wo sie die schwedische Erstaufführung von Elena Langers ›Figaro Gets a Divorce‹ leitet.
Im Konzertbereich debütiert Kamensek in dieser Saison mit dem Niederländischen Radio Philharmonieorchester und dem Niederländischen Radiochor, mit einer konzertanten Aufführung von Glass’ ›Akhnaten‹ im Royal Concertgebouw Orchestra – ein weiterer Beleg für ihren Ruf als eine der führenden Interpretinnen von Philip Glass’ Musik. Sie eröffnet außerdem die Abonnementreihe des Calgary Philharmonic Orchestra und kehrt später im Jahr für Aufführungen von Verdis ›Messa da Requiem‹ zurück. Weitere Engagements führen sie zum Cyprus Symphony Orchestra, zur Orquesta Sinfónica de Tenerife, zum National Symphony Orchestra in Washington, D.C., sowie zum São Paulo State Symphony Orchestra.
Karen Kamensek ist regelmäßig bei den bedeutendsten Opernhäusern der Welt zu Gast. Zu ihren jüngsten Höhepunkten zählen ›Tosca‹ am Royal Opera House Covent Garden, ›La Bohème‹ an der Houston Grand Opera, ›Candide‹ an der Semperoper Dresden, ›The Handmaid’s Tale‹ von Poul Ruders an der San Francisco Opera, sowie ›Moby Dick‹, ›Akhnaten‹ und ›Rigoletto‹ an der Metropolitan Opera in New York. An der English National Opera war sie mit ›Akhnaten‹ und ›Satyagraha‹ zu erleben, an der Welsh National Opera mit Heggies ›Dead Man Walking‹ und Bernsteins ›Candide‹, an der Lyric Opera of Chicago mit Mozarts ›Die Zauberflöte‹, an der Königlichen Oper Stockholm mit Victoria Borisova-Ollas’ ›Dracula‹, an der Opéra National du Rhin mit der Uraufführung von Glass’ Ballett ›Alice‹, sowie mit Bernsteins ›Wonderful Town‹ an der Norwegischen Nationaloper. Weitere Engagements führten sie unter anderem an die Deutsche Oper Berlin, die Oper Frankfurt, Opera Australia (Melbourne) und die San Diego Opera.
Auch als Konzertdirigentin ist Karen Kamensek international gefragt. Sie stand am Pult zahlreicher renommierter Klangkörper, darunter das London Philharmonic Orchestra, die Los Angeles Philharmonic, das Baltimore Symphony Orchestra, das Seattle Symphony, das Sydney Symphony Orchestra, das Royal Liverpool Philharmonic, das Oslo Philharmonic, das Royal Stockholm Philharmonic, das Vancouver Symphony Orchestra, das Brussels Philharmonic, die Orquesta Filarmónica de Gran Canaria, die Orquesta Sinfónica RTVE in Madrid, das Colorado Symphony, das Norrköping Symphony Orchestra, das Opéra Orchestre National Montpellier, das Calgary Philharmonic, das Tiroler Symphonieorchester sowie das Orchestra Sinfonica di Milano.
Von 2011 bis 2016 war Karen Kamensek Generalmusikdirektorin der Staatsoper Hannover. Zuvor war sie Erste Kapellmeisterin an der Volksoper Wien (2000-2002), Musikdirektorin am Theater Freiburg (2003–2006), Interimsmusikdirektorin am Slowenischen Nationaltheater in Maribor (2007–2008) sowie Associate Music Director.
Mit dem DSO war Karen Kamensek zuletzt im Januar 2023 beim Festival Ultraschall Berlin zu erleben.
April 2026