Biografie

Die Grammy-prämierte amerikanische Sopranistin Julia Bullock besticht weltweit in Titelrollen und Konzerten in herausragenden Kunstinstitutionen. Sie war Featured Artist des London Philharmonic Orchestra sowie Artist-in-Residence des New Yorker Metropolitan Museum of Art, der Londoner Guildhall School of Music and Drama und dem San Francisco Symphony Orchestra.

Bullocks Repertoire erstreckt sich vom barocken Kanon bis hin zu zeitgenössischen Werken. Sie war in der Titelrolle in Händels ›Theodora‹ am Teatro Real Madrid und John Adams' ›Antony and Cleopatra‹ zu erleben, ein Werk, das für sie komponiert wurde. An der Metropolitan Opera gab sie ihr dortiges Debüt in Adams‘ ›El Niño‹. In Konzerten trat sie u. a. mit dem Los Angeles Philharmonic und New York Philharmonic auf, außerdem mit den Symphonieorchestern von Baltimore, Boston, London und San Francisco, dem NHK Symphony Orchestra, dem DSO sowie dem Orchestra of the Age of Enlightenment, mit dem sie im Januar 2025 auf eine Transatlantik-Tour ging.

Zu den bisherigen Solo-Highlights gehören Tourneen mit der American Modern Opera Company, deren Gründungsmitglied sie ist; der amerikanischen, britischen, belgischen und russischen Erstaufführungen von Bernard Foccroulles ›Zauberland‹ sowie Liederabende in der New Yorker Carnegie Hall, der Disney Hall in Los Angeles, dem Kimmel Center in Philadelphia, den ›Celebrity Series‹ in Boston, dem Kennedy Center in Washington und der Londoner Wigmore Hall.

Bullock hat drei Vorzeigeprojekte entwickelt: Ihr multimediales Ensembleprogramm ›History's Persistent Voice‹ thematisiert den transatlantischen Sklavenhandel durch Lieder von Menschen, die in den USA versklavt wurden; ›El Niño: Nativity Reconsidered‹ wurde zusammen mit ihrem Ehemann Christian Reif entwickelt und ist eine kammermusikalisches Arrangement von ›El Niño‹, das Frauen und lateinamerikanischen Dichtern eine Stimme verleiht, während Tyshawn Soreys ›Perle Noire: Meditations for Joséphine‹ das Leben und Vermächtnis von Josephine Baker untersucht.

Ihr Soloalbum-Debüt ›Walking in the Dark‹ (Nonesuch) erhielt den Grammy Award 2024 für Best Classical Solo Vocal sowie den Opus Klassik und den niederländischen Edison Award. Ihre Diskografie enthält außerdem Grammy-nominierte Aufnahmen von ›Doctor Atomic‹ und ›West Side Story‹. Weitere Auszeichnungen umfassen die Sphinx Medal of Excellence, den Martin E. Segal Award des Lincoln Centers und den Ersten Preis des Naumburg Gesangswettbewerbs.

Als prominente Stimme des sozialen Bewusstseins wurde sie 2021 von Musical America zur Künstlerin des Jahres als »Vertreterin des Wandels« ernannt.

Ihr Debüt beim DSO gab Julia Bullock im August 2020 mit Samuel Barbers dramatischer Kantate ›Knoxville Summer of 1915‹.

April 2025

Konzerte mit Julia Bullock