Biografie
Iris Berben, in Detmold geboren und in Hamburg aufgewachsen, gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Schauspielerinnen der deutschen Film- und Fernsehbranche. Seit ihrem Schauspieldebüt im Jahr 1968 spielte sie in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen, unter anderem in ›Zwei himmlische Töchter‹, ›Sketchup‹, ›Das Erbe der Guldenburgs‹, der ›Rosa Roth‹-Reihe, ›Fahr zur Hölle, Schwester‹ von Oskar Roehler, ›Der Wagner-Clan – Eine Familiengeschichte‹ und ›Krupp – Eine deutsche Familie‹. Für ihre Rolle als Bertha Krupp war Iris Berben 2010 bei den Emmys als beste Schauspielerin nominiert. Sie spielte in Filmen wie ›Supergirl‹, ›Bin ich schön‹, ›Die Buddenbrooks‹, ›Eddie the Eagle‹, ›Es kommt der Tag‹, ›Traumfrauen‹, ›High Society‹, ›Miss Sixty‹, in der Kinotrilogie ›Der Vorname‹, ›Der Nachname‹ und ›Der Spitzname‹ von Sönke Wortmann sowie in TV-Produktionen wie ›Die Protokollantin‹, ›Hanne‹, in der Verfilmung des Romanbestsellers ›Altes Land‹ und ›Das Unwort‹. Zuletzt war sie in den Kinoproduktionen ›Triangle of Sadness‹ – Gewinner der Goldenen Palme bei den Filmfestspielen von Cannes 2022, ›Paradise‹, ›Deutsches Haus‹, ›791 km‹ und ›Der Spitzname‹ zu sehen. Zu den aktuellsten Projekten zählen die Serie ›Call my Agent‹ und die Kinoproduktion ›Ein fast perfekter Antrag‹.
Für ihre Leistungen wurde Iris Berben vielfach ausgezeichnet, so erhielt sie unter anderem mehrfach den Adolf-Grimme-Preis und die Goldene Kamera sowie den Bambi, die Romy, den Europäischen Kulturpreis und den Deutschen- und Bayerischen Fernsehpreis für ihr Lebenswerk. Iris Berben engagiert sich über ihren künstlerischen Kern hinaus stark für gesellschaftliche Belange. Als Präsidentin der Deutschen Filmakademie von 2010 bis 2019 setzte sie sich für die Stärkung der filmischen Kultur in Deutschland ein, förderte Nachwuchs- und Nachwuchsprogramme, Interessensvertretung der Branche und Transparenz in Entscheidungsprozessen.
Sie zeigt permanent Haltung und setzt sich seit Jahrzehnten konsequent gegen jede Form von Ausgrenzung, insbesondere gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, und nutzt ihre Popularität, gesellschaftliche Aufklärung zu fördern und zur Verantwortung aufzurufen. So ist sie seit 2019 Mitglied der Jury des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises und engagiert sich dort für die Auszeichnung von Menschen, die sich mutig für die Menschenrechte einsetzen. Für ihr politisches Engagement erhielt sie selbst unter anderem das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse und wurde vom Zentralrat der Juden in Deutschland mit dem Leo-Baeck-Preis geehrt. 2013 ehrte sie das Jüdische Museum Berlin mit dem Preis für Verständigung und Toleranz, 2016 wurde sie mit der Honorary Fellowship als Ehrensenatorin, einer besonderen Würdigung der Hebräischen Universität Jerusalem, ausgezeichnet. 2023 erhielt sie als erste Schauspielerin den Schillerpreis der Stadt Marbach.
Mit dem DSO war Iris Berben zuletzt im Februar 2025 als Sprecherin in Richard Strauss’ ›Also sprach Zarathustra‹ im Rahmen der Konzerte ›Friede auf Erden‹ zu erleben.
April 2026