Biografie

Seit der Saison 2025/2026 ist Fabien Gabel Chefdirigent des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich. Er hat sich eine internationale Karriere auf höchstem Niveau aufgebaut und trat mit Orchestern wie dem Orchestre de Paris, dem London Philharmonic Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Cleveland Orchestra, dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, dem Orchestre symphonique de Montréal, dem Seoul Philharmonic Orchestra und dem Melbourne Symphony Orchestra auf. Gelobt für seinen dynamischen Stil und seinen einfühlsamen Umgang mit der Partitur, ist er vor allem für seine vielseitige Repertoireauswahl bekannt, die von zentralen symphonischen Werken bis hin zur Förderung weniger bekannter Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts reicht. Er legt zudem einen Schwerpunkt auf zeitgenössische Werke und hat Uraufführungen von Stücken von Dieter Ammann, Anders Hillborg und Samy Moussa dirigiert.

In der Saison 2025/2026 gibt Gabel sein Debüt an der Metropolitan Opera in ›Carmen‹ und begibt sich mit dem Mahler Chamber Orchestra auf eine fünftägige Spanien-Tournee mit Yuja Wang. In Europa kehrt er zum Stavanger Symphony Orchestra, zum Orchestre National de France, zum Orchestre Philharmonique de Strasbourg, zur Orquesta Sinfónica de Galicia sowie zu den BBC Symphony Orchestras und dem City of Birmingham Symphony Orchestra zurück. In den USA kehrt er zum Minnesota Orchestra, zum Detroit Symphony Orchestra und zum Toronto Symphony Orchestra zurück und wird sein südamerikanisches Debüt mit dem São Paulo Symphony Orchestra (OSESP) geben.

In Frankreich arbeitet Gabel regelmäßig mit allen großen Pariser Orchestern zusammen und feierte 2022/2023 ein hochgelobtes Debüt an der Opéra national de Paris. Gabel leitete kürzlich die Aufnahme einer neuen Filmmusik für Abel Gances epischen Film ›Napoléon‹ aus dem Jahr 1927 mit dem Orchestre National de France und dem Orchestre Philharmonique de Radio France. Der erste Teil des Films wurde beim Festival de Cannes 2024 präsentiert und wird in Kinos, im französischen Fernsehen und auf Netflix zu sehen sein.

Fabien Gabel tritt mit Solist*innen wie Daniil Trifonov, Yefim Bronfman, Emanuel Ax, Bertrand Chamayou, Seong-Jin Cho, Francesco Piemontesi, Jean-Yves Thibaudet, Gidon Kremer, Augustin Hadelich, Vilde Frang, Daniel Lozakovich, Christian Tetzlaff, Gautier Capuçon, Daniel Müller-Schott, Johannes Moser, Håkan Hardenberger, Emmanuel Pahud sowie mit Sänger*innen wie Measha Brueggergosman, Natalie Dessay, Petra Lang, Jennifer Larmore, Marie-Nicole Lemieux, Nikola Hillebrand, Asmik Grigorian und Michael Schade auf.

Nachdem er 2004 als Gewinner des Donatella-Flick-Dirigierwettbewerbs internationale Aufmerksamkeit erregt hatte, war Fabien Gabel von 2004 bis 2006 stellvertretender Dirigent des London Symphony Orchestra. Von 2012 bis 2021 war er Musikdirektor des Orchestre symphonique de Québec und von 2017 bis 2021 des Orchestre Français des Jeunes.

Fabien Gabel wurde in Paris geboren und begann im Alter von sechs Jahren Trompete zu spielen. Er verfeinerte seine Fähigkeiten am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris sowie an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Bevor er seine Dirigentenkarriere begann, spielte er in verschiedenen Pariser Orchestern unter namhaften Dirigenten wie Pierre Boulez, Sir Colin Davis, Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Simon Rattle und Bernard Haitink.

Fabien Gabel wurde im Januar 2020 von der französischen Regierung zum Chevalier des Arts et des Lettres ernannt.

Fabien Gabel dirigierte das DSO zuletzt im Mai 2023 mit Werken von Ravel, Poulenc und Richard Strauss.

 

April 2026