Biografie

Eva Zaïcik verfügt über eine außergewöhnlich vielseitige Mezzosopranstimme, deren Umfang und Flexibilität ein breites Repertoire von Monteverdi bis Berlioz, Rossini und Tschaikowski ermöglicht. Ihre künstlerische Arbeit ist zudem von stilistischer Offenheit geprägt und umfasst auch experimentelle Projekte in Zusammenarbeit mit führenden Musiker*innen. Sie hat sich als eine der markantesten Sängerinnen ihrer Generation etabliert.

Als die Mezzosopranistin 2018 den zweiten Preis beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb gewann, wurde sie zudem bei den Victoires de la Musique Classique als »Lyrische Entdeckung« ausgezeichnet und erhielt den zweiten Preis beim Wettbewerb Voix Nouvelles. Diese Auszeichnungen bestätigten eine bereits beachtliche Karriere, in deren Verlauf sie mit Dirigenten wie William Christie, Thomas Hengelbrock, Vincent Dumestre, Hervé Niquet, Christophe Rousset und Julien Chauvin sowie u. a. mit Philippe Herreweghe, Laurence Equilbey, Emmanuelle Haïm, René Jacobs und Alain Altinoglu zusammenarbeitete.

Kürzlich sang sie Carmen und Olga (›Eugen Onegin‹, Tschaikowski), Rosina (›Il barbiere di Siviglia‹, Rossini) und Sélysette (›Ariane et Barbe-Bleue‹, Dukas) am Théâtre du Capitole in Toulouse, die Venus in ›Idoménée‹ von Campra an der Opéra de Lille und an der Staatsoper Berlin, Monteverdis ›Vesper für die selige Jungfrau‹ mit dem Ensemble Pygmalion und Raphaël Pichon in einer Inszenierung von Pierre Audi sowie die Paulina in ›Pique-Dame‹ von Tschaikowski an den Opernhäusern von Nizza und Toulon in einer Inszenierung von Olivier Py.

Sie sang Berios ›Folk Songs‹ und Auszüge aus Mahlers ›Kindertotenlieder‹ mit dem Mahler Chamber Orchestra beim Festival von Saint-Denis. Zudem interpretierte sie Berlioz’ ›Les Nuits d’été‹ unter der Leitung von Michael Schønwandt mit dem Aalborg Symfoniorkester, Beethovens ›Missa solemnis‹ mit Philippe Herreweghe und dem Collegium Vocale Gent sowie Mozarts ›Requiem‹ mit den Münchner Philharmonikern, ebenfalls unter der Leitung von Philippe Herreweghe.

In der Spielzeit 2022/2023 gab sie ihr Debüt am Theater an der Wien in Händels ›Belshazzar‹ unter der Leitung von Christina Pluhar in einer Inszenierung von Marie-Ève Signeyrole. Zudem sang sie die Rolle der Lola in ›Cavalleria rusticana‹ am Festspielhaus Baden-Baden unter der Leitung von Thomas Hengelbrock (Aufnahme für Prospero Records) und verkörperte an der Oper Dijon La Sagesse und Lucinde in Lullys ›Armide‹ unter der Leitung von Vincent Dumestre in einer Inszenierung von Dominique Pitoiset.

In der Spielzeit 2024/2025 trat Eva Zaïcik als Cretidea (›L’Uomo femina‹, Galuppi, Inszenierung: Agnès Jaoui) mit Le Poème Harmonique auf, einem Ensemble, mit dem sie auch Pergolesis ›Stabat mater‹ am Théâtre des Champs-Élysées aufführte. Sie sang mit Thomas Hengelbrock und den Münchner Philharmonikern in Bruckners Messe Nr. 3 sowie Beethovens ›Missa solemnis‹ mit dem Balthasar-Neumann-Ensemble. Mit Emmanuelle Haïm interpretierte sie Händels ›Dixit Dominus‹ mit dem Los Angeles Philharmonic und wirkte zudem an den Wiedereröffnungskonzerten von Notre-Dame de Paris mit. Außerdem präsentierte sie ihr Album ›Mayrig‹ (Alpha Classics), das der armenischen Musik gewidmet ist, u. a. in der Philharmonie de Paris und in Aix-en-Provence.

In der Saison 2025/2026 stehen u. a. Konzerte mit Le Concert de la Loge und Julien Chauvin mit Mozarts Messe in c-Moll, Mozarts ›Requiem‹ unter der Leitung von Pablo Heras-Casado mit dem Monteverdi Choir und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique, Wagners ›Wesendonck-Lieder‹ mit Leopold Hager und dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Ravels ›L’Enfant et les sortilèges‹ mit Alain Altinoglu und dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, Rossinis ›Petite messe solennelle‹ mit Thomas Hengelbrock und dem Balthasar-Neumann-Ensemble sowie Beethovens Symphonie Nr. 9 mit Sascha Goetzel und dem Orchestre National des Pays de la Loire auf dem Programm.

April 2026

Konzerte mit Eva Zaïcik