Biografie
Die schwedische Sopranistin Christina Nilsson wurde in Ystad geboren. In Stockholm begann sie ihr Studium am Lilla Akademien Musikgymnasium. Es folgten zwei Jahre an der Vadstena Folkhögskola, bevor sie ihr Studium an der Stockholmer Universität der Künste (ehemals: University College of Opera) fortsetzte, wo sie 2017 ihren Master-Abschluss erhielt.
In der Saison 2017/2018 erzielte sie ihren Durchbruch mit dem Rollendebüt als Aida an der Königlich Schwedischen Nationaloper. Sie trat in Konzerten mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra auf und war Gast an der Opéra national de Lorraine in Nancy, wo sie Strauss' ›Vier letzte Lieder‹ sang. In der folgenden Saison übernahm sie die Titelrolle in ›Ariadne auf Naxos‹ an der Oper Frankfurt und an der Opéra de Lausanne sowie als Gastauftritt als Aida an der Irish National Opera.
Christina Nilssons Opernrollen umfassen u. a. die Contessa in ›Le nozze di Figaro‹, Geltrude in ›Enrico di Borgogna‹, Eva in ›Die Meistersinger von Nürnberg‹, Elisabeth in ›Tannhäuser‹, Elsa in ›Lohengrin‹, Rosalinde in ›Die Fledermaus‹, Chrysothemis in ›Elektra‹ sowie seit ihrem Karrierebeginn die Titelrolle in ›Aida‹. In der Saison 2023/2024 gab sie ihr Haus- und Rollendebüt mit Freia in ›Das Rheingold‹ und Dritte Norn in ›Götterdämmerung‹ bei den Bayreuther Festspielen.
Sie trat in mehreren Konzertproduktionen auf, darunter in Verdis ›Requiem‹ mit dem Göteborg Symphony Orchestra unter Andrés Orozco-Estrada, Beethovens Neunter Symphonie mit dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra unter Alan Gilbert sowie Bruckners ›Te Deum‹ mit dem Atlanta Symphony Orchestra unter der Leitung von Nathalie Stutzmann.
Christina Nilsson wurde 2011 mit dem Ystads Allehanda-Kulturpreis ausgezeichnet. 2016 erhielt sie den Ersten Preis sowie den Publikumspreis beim Internationalen Wilhelm-Stenhammar-Musikwettbewerb. 2017 folgte der Erste Preis beim Renata Tebaldi International Voice Competition. 2012 erhielt sie das Vadstena Akademien-Stipendium, 2013 das Mats Liljefors-Stipendium, das Jenny-Lind-Stipendium sowie Stipendien der Königlich Schwedischen Akademie. 2015 folgte das Birgit-Nilsson-Stipendium.
August 2025