Biografie

Mit ihrer klaren Technik, ihrer ruhigen Autorität und ihrer fantasievollen Klangpalette hat sich Chloé Dufresne bereits wenige Jahre nach ihrem Abschluss an der Sibelius-Akademie als Dirigentin einen Namen gemacht. Vor kurzem wurde sie zur Musikdirektorin des Colorado Springs Philharmonic ernannt und ist Associate Artist des Orchestre National de Bretagne sowie Künstlerische Leiterin des Orchestre Ostinato.

Ihr Hintergrund als Sängerin und Chorleiterin führte Dufresne ganz natürlich zur Oper, und sie dirigierte ›Carmen‹ am Theater Magdeburg, ›Orphée aux enfers‹ an der Opéra national du Capitole de Toulouse, ›L’Elisir d’amore‹ an der Opéra national de Lorraine sowie eine neue Inszenierung von Leonard Evers’ ›Humanoid‹ an der Semperoper Dresden. Zu ihren früheren Inszenierungen zählen ›Don Giovanni‹, ›Norma‹, ›Albert Herring‹ und Offenbachs ›Pomme d’Api‹ für die Opéra Rouen, die Opéra de Toulon, die Opéra de Nice und die Opéra national de Lorraine sowie eine Bayreuther Inszenierung von Wagners ›Der Ring‹ für Kinder beim Helsinki Festival.

Neben ihren Verpflichtungen in Colorado dirigiert Dufresne die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, die Stuttgarter Philharmoniker, das Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz und das Kuopio Symphony Orchestra. In Frankreich kehrt sie zum Orchestre National de Bretagne, zur Opéra Grand Avignon (mit Offenbachs ›La Belle Hélène‹) und zur Opéra national de Paris für Mozarts ›La finta giardiniera‹ zurück.

Dufresne hat sich nicht nur auf das Kernrepertoire von Komponisten wie Debussy, Tschaikowski, Strawinsky, Dvořák und Beethoven spezialisiert, sondern setzt sich auch nachdrücklich für neue Musik ein und gewann beim Dirigentenwettbewerb in Besançon einen Preis für ihre Interpretation von Werken von Camille Pépin. In ihrer Funktion als Musikdirektorin des Colorado Springs Philharmonic arbeitet sie mit zeitgenössischen Komponisten wie Wynton Marsalis, Hannah Kendall, Michael Daugherty und John Williams zusammen. Zuvor dirigierte sie Werke von György Ligeti, Lucas Ligeti und Hannah Kendall mit der Basel Sinfonietta sowie Werke von Ross Edwards, Cecilia Damström und Ville Raasakka.

Dufresne studierte Viola, Gesang und Chorleitung, bevor sie 2020 ihren Master in Dirigieren an der Sibelius-Akademie in Helsinki abschloss, wo zu ihren Lehrern Atso Almila, Sakari Oramo und Alain Altinoglu zählten. 2021 gewann sie sowohl den Publikumspreis als auch den Orchesterpreis beim Dirigentenwettbewerb in Besançon und wurde beim Malko-Wettbewerb mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Sie war Dirigentenstipendiatin beim Lucerne Festival 2022 und Dudamel-Stipendiatin beim Los Angeles Philharmonic.

Chloé Dufrense gibt ihren DSO-Einstand im Rahmen der Reihe ›Debüt im Deutschlandfunk Kultur‹.

April 2026

Konzerte mit Chloé Dufresne