Biografie

Die deutsche Mezzosopranistin Annika Schlicht wurde in Stuttgart geboren und studierte an der Hochschule für Musik ›Hanns Eisler‹ in Berlin bei Renate Faltin. Noch während ihres Studiums wurde sie in das Internationale Opernstudio der Staatsoper Berlin engagiert und debütierte in den Spielzeiten 2013/2014 und 2014/2015 in diversen kleineren und mittleren Fachpartien. 2014 debütierte sie im Rahmen des ›Young Singers Project‹ bei den Salzburger Festspielen in der Titelrolle als Cenerentola der gleichnamigen Kinderoper von Rossini sowie in der Uraufführung von Marc-André Dalbavies ›Charlotte Salomon‹.

Zehn Jahre war Annika Schlicht Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin und sang dort in den vergangenen Spielzeiten Fricka (›Rheingold‹ und ›Walküre‹) sowie Waltraute (›Götterdämmerung‹) im neuen ›Ring des Nibelungen‹. Mit Fricka kehrte sie auch im ›Rheingold‹ zu den Bregenzer Festspielen zurück und gab ihr Hausdebüt in der ›Walküre‹ an der Staatsoper Stuttgart. Der Einladung aus Hamburg folgend wechselte Annika Schlicht zur Spielzeit 2025/2026 in das neue Ensemble der Hamburgischen Staatsoper mit dessen neuen Intendanten Tobias Kratzer.

Jüngste Gastengagements führten sie an die Royal Opera Houses von London und Maskat (Oman) sowie nach Frankfurt, Hamburg in die Elbphilharmonie und an die Staatsoper München, an die Bayerische Staatsoper, die Opera Bastille nach Paris, die Dresdner Semperoper und die Berliner Staatsoper sowie die Deutsche Oper am Rhein.

Ergänzt wird Annika Schlichts umfangreiche Operntätigkeit als Konzert- und Liedsängerin. Mahlers ›Lied von der Erde‹ in Klagenfurt und Pordenone sowie seine Symphonie Nr. 3 in Dresden, Dvořáks ›Stabat Mater‹ in Polen, Verdis ›Messa da Requiem‹ in Essen, Beethovens Symphonie Nr. 9 in Brüssel, Berlin und Antwerpen, Pergolesis ›Stabat Mater‹, Brahms‘ ›Alt-Rhapsodie‹, Bachs Weihnachtsoratorium, Wagners ›Wesendonck-Lieder‹, Vivaldis ›Gloria‹, Mozarts Requiem, Mendelssohns ›Paulus‹ und ›Elias‹, Lili Boulangers ›Du fond de l'abîme‹ in München sowie Igor Kuljerićs ›Kroatisches glagolitisches Requiem‹ in Zagreb sind Beispiele ihres Repertoires.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Endes des Ersten Weltkrieges wurde Annika Schlicht 2018 als Solistin für Beethovens Symphonie Nr. 9 vom UNESCO World Orchestra for Peace engagiert.

Mit Mahlers ›Kindertotenliedern‹ debütiert Annika Schlicht im November 2025 beim DSO.

August 2025