Wir, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, erklären unsere volle Solidarität mit Lahav Shani und den Münchner Philharmonikern angesichts ihrer kurzfristigen Ausladung durch das Flanders Festival Ghent!
Lahav Shani hat sich in der Vergangenheit vielfach eindeutig für Versöhnung, Frieden und humanitäre Werte ausgesprochen. Er versteht Musik als eine Brücke zwischen Kulturen und als Raum für einen offenen Dialog, gegenseitigem Verständnis und Respekt – auch in Zeiten politischer Konflikte. Solch eine Stimme darf weder marginalisiert noch benutzt werden.
Wir verurteilen die Entscheidung des Flanderss Festival Ghent aufs Schärfste. Die Ausladung ist nicht nur eine Grenzüberschreitung gegenüber künstlerischer Freiheit, sondern stellt auch eine pauschale Verdächtigung dar – allein aufgrund von Herkunft oder wahrgenommener Zugehörigkeit. Sie verletzt die fundamentalen demokratischen Werte, die wir alle hochhalten: Vielfalt, Meinungsfreiheit, kulturelle Offenheit.
Wir fordern die Verantwortlichen des Flanders Festival Ghent auf: überdenken Sie Ihre Entscheidung und lassen Sie das Konzert stattfinden! Kunst sollte ein Raum des offenen Austauschs bleiben. Kultur darf nicht instrumentalisiert werden, sondern muss ihrem Auftrag gerecht werden: der Förderung von Verständigung, Respekt und Vielfalt. Setzen Sie ein klares Zeichen – für kulturelle Offenheit, gegen Antisemitismus und jede Form von Ausgrenzung und Diskriminierung.
Berlin, 11. September 2025
Christian Beuke – Orchesterdirektor
Orchestervorstand des DSO