Foto: Lea Hopp

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO), hervorgegangen aus dem RIAS-Symphonie-Orchester im geteilten Berlin, versteht sich seit jeher als Resonanzraum gesellschaftlicher Entwicklungen. Der RIAS trug nach dem Zweiten Weltkrieg zur demokratischen Neuorientierung der Bundesrepublik Deutschlands bei – diese Haltung prägt das DSO bis heute. Als öffentlich gefördertes Orchester mit Rundfunkauftrag beteiligt es sich aktiv an gesellschaftlichen Diskursen. Das Eintreten für Erinnerung und Repräsentanz und gegen das Vergessen ist Teil seiner künstlerischen Arbeit – Sichtbarkeit, Teilhabe und Gerechtigkeit gelten nicht als Begleiterscheinung, sondern als Grundlage einer zukunftsfähigen Musikkultur.

In der Saison 2025/2026 rückt das DSO mit dem Schwerpunkt ›Afrodiaspora – Composing While Black‹ das musikalische Schaffen Schwarzer Komponist:innen und Traditionen in den Mittelpunkt. Mit Auftragskompositionen, dem Fokuskünstler Abel Selaocoe, Kooperationen mit dem Haus der Kulturen der Welt und dem Staatlichen Institut für Musikforschung sowie der Zusammenarbeit mit Schwarzen Künstler:innen und Kurator:innen macht das Orchester bislang überhörte Stimmen hörbar.