Programm

Georg Friedrich Händel
›Solomon‹ – Oratorium für Soli, Chor und Orchester (Szenische Einrichtung)

Mitwirkende

Robin Ticciati

  • Joélle Harvey – Sopran (Solomons Gemahlin)
  • Louise Alder – Sopran (Königin von Saba)
  • lestyn Davies – Countertenor (Solomon)
  • Ben Bliss – Tenor (Zadok)
  • Sam Carl – Bassbariton (Levit)
  • Joo-hoon Shin – Tenor (Diener)

Andrea Tortosa Baquero – Szenische Einrichtung

Rundfunkchor Berlin
Benjamin Goodson – Choreinstudierung

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Zum Konzert

Im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts war Georg Friedrich Händel der erfolgreichste Opernkomponist Englands – aber er war kein Komponist englischer Opern; italienisch war nicht nur die Sprache seiner Bühnenwerke, sondern auch das ihnen zugrundeliegende Modell der Opera seria mit ihrem beständigen Wechsel von Rezitativen und Arien. Als ein sich wandelnder Geschmack und einige ökonomische Fehlkalkulationen die Blütezeit des Opernkomponisten und Impresarios Händel beendet hatten, wandte er sich seit den späten 1730er-Jahren verstärkt dem Oratorium zu. In der Gattung wurden in englischer Sprache zumeist Stoffe aus dem Alten Testament in »konzertanten Aufführungen« präsentiert, wie wir heute sagen würden. Kenner:innen sind sich darüber einig, dass Händels Musik durch den Verzicht auf die Szene an Dramatik und Bildhaftigkeit gewann. Denn das Geschehen musste nun ausschließlich durch instrumentale und vokale Mittel verlebendigt werden.

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Nach dem ›Messias‹ bringen Robin Ticciati und das DSO mit ›Solomon‹ zum zweiten Mal ein Oratorium Händels in die Philharmonie. Das 1749 uraufgeführte Werk entwirft ein Charakterbild des als gottesfürchtiger Herrscher vorgestellten Titelhelden. Die Rahmenteile erhalten durch die Auftritte von zwei Königinnen – Solomons Ehefrau und der Regentin von Saba – eine fast symmetrische Anlage. Im mittleren Aufzug wird die berühmte Geschichte erzählt, in der der König mit »salomonischer Weisheit« den Streit zweier Frauen um die Mutterschaft eines Kindes schlichtet. Die Szene, in der Händel die drei Personen als Charaktere gegeneinander profiliert, gehört ebenso zu den Höhepunkten des Stücks wie der bezaubernde Schluss des ersten Teils, wenn der von Vogelruf-Imitationen umspielte Chorgesang das Königspaar in die Nacht geleitet. Im dritten Abschnitt reflektiert sich das Oratorium als Kunstwerk der Repräsentation gewissermaßen selbst: Der Königin von Saba wird in stilistisch stark voneinander abgesetzten Chören die kulturelle Vielfalt des Hofes vorgeführt. Händels Oratorium gilt seinerseits als Ehrung des damaligen englischen Königs Georg II.

Die Inszenierung liegt in den Händen von Andrea Tortosa Baquero, die nach Brittens ›The Rape of Lucretia‹ und Waltons ›The Bear‹ nun bereits zum dritten Mal mit Robin Ticciati zusammenarbeitet. Die Titelrolle singt der Countertenor Iestyn Davies. Er tritt weltweit an bedeutenden Bühnen wie der Metropolitan Opera, der Bayerischen Staatsoper und der Mailänder Scala auf und hat bereits mehrere Aufnahmen mit Werken Händels vorgelegt.

Übertragung

Sonntag, 26.02.2023 | 20.03 Uhr (live)

rbbKultur
So 26 Feb '23

20 Uhr
19.10 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

Philharmonie Berlin

Übertragung

Sonntag, 26.02.2023 | 20.03 Uhr (live)

rbbKultur

Mitwirkende

Biografie Robin Ticciati

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Dirigent

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Sopran (Königin von Saba)

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Countertenor (Solomon)

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Joo-hoon Shin

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