Programm

Gabriel Fauré
Suite ›Pelléas et Mélisande‹

Camille Saint-Saëns
Klavierkonzert Nr. 5 F-Dur ›Ägyptisches‹

Jacques Ibert
Divertissement

Maurice Ravel
›Boléro‹

Mitwirkende

Yutaka Sado

  • Louis Lortie Klavier

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Zum Konzert

Yutaka Sado ist dem DSO seit vielen Jahren eng verbunden. 2011 unternahm er gemeinsam mit dem Orchester eine Tournee in sein Heimatland Japan, im Juni 2017 dirigierte er ein Programm mit US- und südamerikanischem Repertoire. Sein Gastspiel in der Saison 2020/2021 widmet der vielseitige Dirigent nun vollständig Werken französischer Komponisten.

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Maurice Maeterlincks symbolistisches Theaterstück ›Pelléas et Mélisande‹ hatte auf mehrere Komponisten um die Wende zum 20. Jahrhundert eine magische Wirkung. Bereits vor Schönberg, Sibelius und Debussy ließ sich Gabriel Fauré zu einer Komposition zu diesem Stoff inspirieren. Aus seiner für die englischsprachige Erstaufführung des Schauspiels geschriebenen Bühnenmusik stellte er später eine von kultivierter Schwermut und verhaltener Expressivität gekennzeichnete Orchestersuite zusammen, deren berühmtester Satz eine bezaubernd graziöse Sicilienne ist.

Maurice Ravel verband mit seinem zeitweiligen Lehrer Fauré die Fähigkeit, durch den Einsatz sparsamer Mittel größte Wirkungen zu erzielen. Das Prinzip ist im legendären ›Boléro‹, der wie so viele Werke Ravels dem geliebten spanischen Kolorit huldigt, auf die Spitze getrieben: Sieben Mal wird im Verlauf eines großen Crescendos unverändert dieselbe Melodie wiederholt, die Orchestersolisten müssen ihre artikulatorische Fantasie im Rahmen eines streng einzuhaltenden Rhythmus der kleinen Trommel entfalten.

Neben Francis Poulencs zunächst als Ballettmusik entstandener und auf den bekannten Fabeln von Jean de La Fontaine basierender Orchestersuite ›Les animaux modèles‹ ist mit dem Fünften Klavierkonzert von Camille Saint-Saëns eine zweite Rarität des (deutschen) Konzertlebens zu hören: Seinen Beinamen ›Ägyptisches‹ verdankt das Werk nicht nur dem Entstehungsort – Saint-Saëns schrieb es in Luxor –, sondern auch dem reichen Einsatz von musikalischen Exotismen. Der Musiker gehörte zu den begabtesten Wunderkindern des 19. Jahrhunderts und konnte bereits im Alter von 61 Jahren das 50. Jubiläum seines ersten Bühnenauftritts feiern. Zu diesem Anlass schrieb er sein ›Ägyptisches Konzert‹ und übernahm bei der Uraufführung 1896 natürlich auch den Solopart. Beim DSO liegt dieser bei Louis Lortie voraussehbar in den allerbesten Händen; hat der kanadische Pianist doch sämtliche Klavierkonzerte des Komponisten eingespielt.

Übertragung

Sonntag, 25.04.2021 | 20.03 Uhr (live)

Deutschlandfunk Kultur
So 25 Apr '21

20.03 Uhr

Haus des Rundfunks (Großer Sendesaal)

Übertragung

Sonntag, 25.04.2021 | 20.03 Uhr (live)

Deutschlandfunk Kultur

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