Programm

Jean-Philippe Rameau
Suite aus der Oper ›Dardanus‹

Pietro Locatelli
Introduzione teatrale Nr. 4 G-Dur

Pietro Locatelli
Violinkonzert Nr. 12 D-Dur ›Il laberinto armonico‹ aus ›L'arte del violino‹

Georg Friedrich Händel
Concerto a due cori F-Dur HWV 334

Antonio Vivaldi
Konzert C-Dur für zwei Oboen, zwei Klarinetten, Streicher und Continuo RV 559

Georg Friedrich Händel
›Feuerwerksmusik‹

Mitwirkende

Ton Koopman

  • Sergej Krylov Violine
  • Solisten des DSO  

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Zum Konzert

Unter der Leitung von Ton Koopman begibt sich das DSO in diesem Konzert mit Werken von Rameau, Locatelli, Händel und Vivaldi auf eine musikalische Reise durch den europäischen Barock. Der internationale Charakter dieser Unternehmung wird dabei nicht nur durch die Herkunftsländer der Komponisten Frankreich, Deutschland und Italien deutlich; man müsste mindestens England hinzufügen, das mit Recht Händel als einen der ihren reklamiert, weil der in Halle Geborene in London den Ort seiner größten Erfolge fand. Vivaldi wiederum starb in Wien, nachdem seine Musik in Venedig aus der Mode gekommen war, Locatelli in Amsterdam, wo er die letzten 35 Jahre seines Lebens wohnte und arbeitete. So weit der geografische Radius reicht, so vielfältig sind auch die musikalischen Formen des Programms: Mit einer Suite aus Rameaus ›Dardanus‹ gibt es einen Ausflug ins französische Musiktheater, Locatellis ›Introduzione teatrale‹ verweist auf die instrumentalen Vorspiele zur italienischen Oper, deren Tempoabfolge schnell – langsam – schnell zur Vorgeschichte der klassischen Symphonie gehört. Und auf Instrumentalkonzerte folgt als Abschluss mit der ›Feuerwerksmusik‹ eine Open-Air-Komposition, die Händel 1748 im Auftrag Georgs II. für die Feier zur Beendigung des Österreichischen Erbfolgekriegs schrieb.

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Musikhistorisch ist diese Zeit von der Auseinandersetzung zwischen dem italienischen und dem französischen Stil geprägt. Zeichnet sich letzterer durch strenge Formen, gelehrte Harmonik und die Orientierung an höfischen Tänzen aus, so wird ersterer durch Gesanglichkeit und instrumentale Virtuosität bestimmt. Während Rameau den französischen Stil in Reinkultur repräsentiert, steht Locatelli für den italienischen. Sein Zwölftes Violinkonzert gehört sicherlich zu den technisch anspruchsvollsten des Barock. Den Beinamen ›Il laberinto armonico‹ begründete der Komponist mit der Notiz: »Man findet leicht hinein; aber nur schwer wieder heraus«. Händels Musik hingegen verkörpert eine Mischform: In der ›Feuerwerksmusik‹ lassen die gravitätische Einleitung und die beiden Schlusssätze französischen Einfluss erkennen; das Werk endet nicht mit einem Knalleffekt, wie der Anlass mit seinem pyrotechnischen Spektakel vermuten ließe, sondern mit zwei festlich-getragenen Menuetten.

Als Solist ist der Geiger Sergej Krylov zu erleben, der beim DSO bereits 2012 mit Sibelius’ Violinkonzert gastierte.

Übertragung

Termin wird noch bekannt gegeben

Deutschlandfunk
So 23 Mai '21

20 Uhr
19.10 Uhr Einführung mit Habakuk Traber

Philharmonie Berlin

Übertragung

Termin wird noch bekannt gegeben

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