Dalia Stasevska gehört zu den derzeit am schnellsten aufsteigenden Dirigentinnen der klassischen Musikszene. Sie hat sich als prägende musikalische Persönlichkeit, als innovatorische Grenzgängerin sowie als engagierte Verfechterin gesellschaftlichen Wandels etabliert. Sie ist Erste Gastdirigentin des BBC Symphony Orchestra.
Die Saison 2025/2026 umfasst Konzerte mit dem New York Philharmonic, dem Cleveland Orchestra, dem Rotterdams Philharmonisch Orkest, den Münchner Philharmonikern, dem Toronto Symphony Orchestra, dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Mozarteumorchester Salzburg sowie den Wiener Symphonikern bei den Bregenzer Festspielen. Außerdem dirigiert sie zwei Wochen lang das Philadelphia Orchestra mit den Solist*innen Augustin Hadelich, Yo-Yo Ma und Carol Jantsch. Weitere Höhepunkte sind Engagements beim Rundfunk-Sinfonieorchester Frankfurt, beim Orchestre National de France, bei der Tschechischen Philharmonie, der Helsinki Philharmonic, der Oslo Philharmonic sowie beim Netherlands Radio Philharmonic Orchestra.
Zu ihren jüngsten Engagements zählen Auftritte mit dem Boston Symphony Orchestra beim Tanglewood Festival, dem Los Angeles Philharmonic, dem San Francisco Symphony, dem Orchestre symphonique de Montréal, dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, dem Finnischen Rundfunk-Sinfonieorchester, der Dresdner Philharmonie und dem Orchestre de Paris. Zudem gab sie Debüts u. a. bei den Berliner Philharmonikern, bei Orchester, Chor und Kinderstimmen der Accademia Nazionale di Santa Cecilia sowie beim New World Symphony. Im Sommer 2025 dirigierte sie bei den BBC Proms sowohl das National Youth Orchestra of Great Britain als auch das BBC Symphony Orchestra.
Als Operndirigentin debütiert sie in dieser Saison mit Philip Glass’ ›Akhnaten‹ sowie mit Brittens ›Ein Sommernachtstraum‹. 2023 gab sie ihr Debüt beim Glyndebourne Opera Festival mit einer Wiederaufnahme von Brittens ›A Midsummer Night’s Dream‹. In den vergangenen Spielzeiten kehrte sie mit einem Doppelprogramm aus Poulencs ›La voix humaine‹ und Weills ›Lieder‹ sowie mit Puccinis ›Madama Butterfly‹ und Donizettis ›Lucia di Lammermoor‹ an bedeutende Opernhäuser zurück.
Zu ihren Einspielungen zählt das Solo-Debütalbum ›Dalia’s Mixtape‹ mit dem BBC Symphony Orchestra, das Werke zeitgenössischer Komponist*innen versammelt und für einen Gramophone Award nominiert wurde. Außerdem ist sie auf ›Thomas de Hartmann Rediscovered‹ zu hören, einem Gemeinschaftsalbum mit Joshua Bell, dem INSO-Lviv Symphony Orchestra, Matt Haimovitz, dem MDR-Sinfonieorchester Leipzig und Dennis Russell Davies. Weitere Veröffentlichungen umfassen u. a. Klavierkonzerte von Rautavaara und Martinů sowie ›Helvi Leiviskä Orchestral Works Vol. 1‹.
Dalia Stasevska studierte zunächst Violine und Komposition am Konservatorium Tampere sowie anschließend Violine, Viola und Dirigieren an der Sibelius-Akademie. Zu ihren Lehrern zählten Jorma Panula und Leif Segerstam.
Sie wurde vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem Dirigentenpreis der Royal Philharmonic Society (2020) und dem Alfred-Kordelin-Preis (2022). 2023 erhielt sie den Preis Personality of the Year des BBC Music Magazine und wurde von der New York Times als eine der »Breakout Stars of 2023« benannt. 2025 ernannte sie die European Movement Finland zur Europäerin des Jahres.
Im Oktober 2021 wurde sie von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit dem Prinzessin-Olga-Orden dritten Grades geehrt. Seit Februar 2022 engagiert sie sich öffentlich für die Ukraine, organisiert Hilfslieferungen und tritt dort auch künstlerisch auf.