Programm
Anna Thorvaldsdottir
›Heyr þú oss himnum á‹ für Chor a cappella
Giuseppe Verdi
Messa da Requiem für Soli, Chor und Orchester
Mitwirkende
Zum Konzert
»Verderber des italienischen Kunstgeschmacks«. »Schülerhaftigkeiten, Abgeschmacktheiten und Hässlichkeiten«. Solcherlei Unverschämtheiten bekam Giuseppe Verdi vom Dirigenten Hans von Bülow 1874 zu hören. Ein anderer Kritiker fand: »Der Italiener hat doch ein gutes Recht zu fragen, ob er denn mit dem lieben Gott nicht Italienisch reden dürfe?« Seiner zweiten Frau Giuseppina Strepponi zufolge war Verdi ein »sehr zweifelnder Gläubiger«, sehr kritisch dem Klerus gegenüber. Der Tod aber ist in Verdis Leben ein alter Bekannter. Kaum 27 Jahre, verliert er Tochter, Sohn und seine erste Ehefrau. Nach einem »Gespräch mit dem lieben Gott« ist ihm erst Jahrzehnte später, 1874, nach dem Tod des Dichters Alessandro Manzoni – auch wenn er findet, dass es zu »viele Requiem-Messen« gibt.