Programm
Ludwig van Beethoven
Klaviersonate Nr. 1 f-Moll
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll
Antonín Dvořák
Symphonie Nr. 9 e-Moll ›Aus der Neuen Welt‹
Mitwirkende
Kent Nagano Dirigent
- Mao Fujita Klavier
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Besucherservice des DSO
in der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH
Charlottenstr. 56 / 2. OG
10117 Berlin / am Gendarmenmarkt
Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 9 – 18 Uhr
Kontakt:
Tel 030. 20 29 87 11
Fax 030. 20 29 87 29
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Kent Nagano Dirigent

Dirigent
Kent Nagano gilt als einer der herausragenden Dirigenten sowohl für das Opern- als auch das Konzertrepertoire. Der US-Amerikaner, 1951 in Berkeley, Kalifornien geboren, war von 2015 bis 2025 Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Hamburgischen Staatsoper und Hamburgischer Generalmusikdirektor des Philharmonischen Staatsorchesters. Ab September 2026 wird Kent Nagano Chefdirigent und Künstlerischem Leiter des Orquesta y Coro Nacionales de España in Madrid. Von 2006 bis 2020 war er Music Director des Orchestre symphonique de Montréal. Im Februar 2021 wurde er zum Ehrendirigenten des Klangkörpers ernannt, wie ebenfalls 2019 vom Concerto Köln. Von 2006 bis 2013 wirkte er an der Bayerischen Staatsoper als Generalmusikdirektor, nachdem er von 2000 bis 2006 als Chefdirigent des DSO amtiert hatte. Seitdem ist er auch dem DSO als Ehrendirigent verbunden. 2003 bis 2006 war er Music Director der Los Angeles Opera. Als Chefdirigent unternahm er mit seinen Orchestern ausgedehnte Tourneen nach Kanada, Japan, Südkorea, Europa, Südamerika und durch die USA.
Als Gastdirigent arbeitet er weltweit mit international führenden Orchestern zusammen, u. a. mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem NHK und Chicago Symphony Orchestra und dem Ensemble Modern.
Kent Nagano hat sich um eine Vielzahl von Uraufführungen verdient gemacht. Zu diesen gehören das Oratorium ›Arche‹ von Jörg Widmann anlässlich der Elbphilharmonie-Eröffnung im Januar 2017 sowie ›Waves‹ von Pascal Dusapin. Im Oktober 2016 brachte er in Montréal eine Auftragskomposition von José Evangelista zum 50. Jahrestag der Metro Montréal zur Uraufführung. In der Bayerischen Staatsoper hob er die Opern ›Babylon‹ von Jörg Widmann, ›Das Gehege‹ von Wolfgang Rihm und ›Alice in Wonderland‹ von Unsuk Chin aus der Taufe, sowie mit anderen Orchestern Bernsteins ›A White House Cantata‹, ›Three Sisters‹ von Peter Eötvös, ›The Death of Klinghoffer‹ und ›El Niño‹ von John Adams.
Mit einer Vielzahl von Labels pflegt Kent Nagano eine langjährige Zusammenarbeit. Für seine Aufnahmen von Busonis ›Doktor Faust‹ mit der Opéra National de Lyon, Prokofjews ›Peter und der Wolf‹ mit dem Russian National Orchestra sowie Saariahos ›L’amour de loin‹ mit dem DSO wurde er mit Grammys ausgezeichnet. 2019 erschien die Einspielung von John Adams’ ›Common tones in simple time & Harmonielehre‹ sowie die CD-Box aller Klavierkonzerte Beethovens, gemeinsam mit Mari Kodama und dem DSO. 2021 wurde ein 3-CD-Boxset mit Werken von Olivier Messiaen auf dem Label BR Klassik veröffentlicht. Die Box umfasst Live-Aufnahmen mit dem Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks.
Im September 2021 veröffentlichte er sein zweites Buch. In ›10 Lektionen meines Lebens‹ (Berliner Verlag) erinnert er sich an zehn Menschen, von denen er nicht nur für seine Karriere, sondern für das Leben im weitesten Sinne gelernt hat. Dazu zählen Begegnungen u. a. mit der isländischen Sängerin Björk, Frank Zappa, Leonard Bernstein, Pierre Boulez und dem Nobelpreisträger für Physik Donald Glaser.
Kent Nagano ist Ehrendoktor der McGill University in Montréal, der Université de Montréal sowie der San Francisco State University. Seit 2017 ist er ein ›Compagnon‹ des Ordre des arts et des lettres von Québec; im Herbst 2023 wurde ihm auch der Titel ›Chevalier‹ im Ordre des arts et des lettres von Frankreich verliehen. Im Februar 2024 wurde der Dirigent vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Klavier
Der 1998 in Tokio geborene Mao Fujita studierte noch am Tokyo College of Music, als er 2017 beim renommierten Internationalen Clara-Haskil-Klavierwettbewerb in der Schweiz den Ersten Preis sowie den Publikumspreis, den Prix Modern Times und den Prix Coup de Coeur gewann. Er war zudem Gewinner der Silbermedaille beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb 2019 in Moskau, wo seine Fähigkeiten von der prominent besetzten Jury besonders hervorgehoben wurden.
In der Saison 2024/2025 setzt Fujita seine beeindruckende Reihe von Rezitaldebüts bei bedeutenden Festivals und Veranstaltern in ganz Europa, Amerika und Asien fort, darunter München, Berlin, Zürich, Luxemburg, Essen, Dresden, Linz, Prag, Luzern, Chicago, Seoul, Taipeh, Singapur und Japan, sowie seine Debüts mit dem Philharmonia Orchestra, dem National Symphony Orchestra in Washington und bei den BBC Proms mit der Tschechischen Philharmonie. Zu den weiteren Höhepunkten dieser Saison gehören die Rückkehr in die Carnegie Hall für ein Solo-Recital im Stern Auditorium sowie ein Auftritt mit den Wiener Symphonikern unter Petr Popelka im Rahmen der Feierlichkeiten zur Wiedereröffnung des Theaters an der Wien.
In der genannten Spielzeit war der Pianist außerdem Mitglied der Reihe ›Junge Wilde‹ des Konzerthauses Dortmund.
Mao Fujita ist mit Dirigenten wie Riccardo Chailly, Marek Janowski, Iván Fischer, Sir John Eliot Gardiner, Christoph Eschenbach und Vasily Petrenko und mit Klangkörpern wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Lucerne Festival Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Cleveland, Royal Philharmonic, Yomiuri Nippon Symphony und Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra aufgetreten.
Der Pianist ist Exklusivkünstler bei Sony Classical International, wo er im Oktober 2022 mit einer Gesamteinspielung sämtlicher Mozartsonaten sein Debütalbum vorlegte, das von der internationalen Presse gelobt wurde. Den gesamten Zyklus spielte er beim Verbier Festival, in der Wigmore Hall und in den großen Konzertsälen Japans. Sein zweites Album, ein umfangreiches und ehrgeiziges Set mit dem Titel ›72 Preludes‹, das sich mit den 24 Präludien von Chopin, Skrjabin und Yashiro beschäftigt, wurde im Herbst 2024 veröffentlicht.
Sein erfolgreiches Debüt beim DSO feierte Mao Fujita im April 2023, als er als Einspringer für Nikolai Lugansky den Solopart in Rachmaninoffs Drittem Klavierkonzert übernahm.