Programm
Robert Schumann
Symphonie Nr. 3 Es-Dur ›Rheinische‹
Johannes Brahms
Symphonie Nr. 1 c-Moll
Mitwirkende
Kent Nagano Dirigent
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
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Besucherservice des DSO
in der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH
Charlottenstr. 56 / 2. OG
10117 Berlin / am Gendarmenmarkt
Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 9 – 18 Uhr
Kontakt:
Tel 030. 20 29 87 11
Fax 030. 20 29 87 29
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Johannes Brahms
Symphonie Nr. 1 c-Moll
Kent Nagano Dirigent
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Dirigent
Kent Nagano gilt als einer der herausragenden Dirigenten sowohl für das Opern- als auch das Konzertrepertoire. Der US-Amerikaner, 1951 in Berkeley, Kalifornien geboren, war von 2015 bis 2025 Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Hamburgischen Staatsoper und Hamburgischer Generalmusikdirektor des Philharmonischen Staatsorchesters. Ab September 2026 wird Kent Nagano Chefdirigent und Künstlerischem Leiter des Orquesta y Coro Nacionales de España in Madrid. Von 2006 bis 2020 war er Music Director des Orchestre symphonique de Montréal. Im Februar 2021 wurde er zum Ehrendirigenten des Klangkörpers ernannt, wie ebenfalls 2019 vom Concerto Köln. Von 2006 bis 2013 wirkte er an der Bayerischen Staatsoper als Generalmusikdirektor, nachdem er von 2000 bis 2006 als Chefdirigent des DSO amtiert hatte. Seitdem ist er auch dem DSO als Ehrendirigent verbunden. 2003 bis 2006 war er Music Director der Los Angeles Opera. Als Chefdirigent unternahm er mit seinen Orchestern ausgedehnte Tourneen nach Kanada, Japan, Südkorea, Europa, Südamerika und durch die USA.
Als Gastdirigent arbeitet er weltweit mit international führenden Orchestern zusammen, u. a. mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem NHK und Chicago Symphony Orchestra und dem Ensemble Modern.
Kent Nagano hat sich um eine Vielzahl von Uraufführungen verdient gemacht. Zu diesen gehören das Oratorium ›Arche‹ von Jörg Widmann anlässlich der Elbphilharmonie-Eröffnung im Januar 2017 sowie ›Waves‹ von Pascal Dusapin. Im Oktober 2016 brachte er in Montréal eine Auftragskomposition von José Evangelista zum 50. Jahrestag der Metro Montréal zur Uraufführung. In der Bayerischen Staatsoper hob er die Opern ›Babylon‹ von Jörg Widmann, ›Das Gehege‹ von Wolfgang Rihm und ›Alice in Wonderland‹ von Unsuk Chin aus der Taufe, sowie mit anderen Orchestern Bernsteins ›A White House Cantata‹, ›Three Sisters‹ von Peter Eötvös, ›The Death of Klinghoffer‹ und ›El Niño‹ von John Adams.
Mit einer Vielzahl von Labels pflegt Kent Nagano eine langjährige Zusammenarbeit. Für seine Aufnahmen von Busonis ›Doktor Faust‹ mit der Opéra National de Lyon, Prokofjews ›Peter und der Wolf‹ mit dem Russian National Orchestra sowie Saariahos ›L’amour de loin‹ mit dem DSO wurde er mit Grammys ausgezeichnet. 2019 erschien die Einspielung von John Adams’ ›Common tones in simple time & Harmonielehre‹ sowie die CD-Box aller Klavierkonzerte Beethovens, gemeinsam mit Mari Kodama und dem DSO. 2021 wurde ein 3-CD-Boxset mit Werken von Olivier Messiaen auf dem Label BR Klassik veröffentlicht. Die Box umfasst Live-Aufnahmen mit dem Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks.
Im September 2021 veröffentlichte er sein zweites Buch. In ›10 Lektionen meines Lebens‹ (Berliner Verlag) erinnert er sich an zehn Menschen, von denen er nicht nur für seine Karriere, sondern für das Leben im weitesten Sinne gelernt hat. Dazu zählen Begegnungen u. a. mit der isländischen Sängerin Björk, Frank Zappa, Leonard Bernstein, Pierre Boulez und dem Nobelpreisträger für Physik Donald Glaser.
Kent Nagano ist Ehrendoktor der McGill University in Montréal, der Université de Montréal sowie der San Francisco State University. Seit 2017 ist er ein ›Compagnon‹ des Ordre des arts et des lettres von Québec; im Herbst 2023 wurde ihm auch der Titel ›Chevalier‹ im Ordre des arts et des lettres von Frankreich verliehen. Im Februar 2024 wurde der Dirigent vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Orchester
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) wurde von der Süddeutschen Zeitung als »orchestraler Think Tank« unter den hauptstädtischen Klangkörpern hervorgehoben. Durch die beziehungsreiche Dramaturgie seiner Programme, den Einsatz für Musik der Gegenwart und regelmäßige Repertoireentdeckungen zeichnet es sich ebenso aus wie durch den Mut zu ungewöhnlichen Konzertformaten und Präsentationsformen. Innovative Impulse setzte das DSO etwa mit Elektro-Projekten, der Produktion aufsehenerregender Musikfilme sowie durch interdisziplinäre Kooperationen und die Zusammenarbeit mit Ensembles der freien Szene. Seit über 15 Jahren schlägt es mit seinen moderierten Casual Concerts samt Lounge und Live Act erfolgreich die Brücke zwischen Club und Klassik und erreicht damit ein diverses Publikum. Seit 2014 bringt es Laien- mit Profimusiker*innen zu Berlins größtem Spontanorchester, dem ›Symphonic Mob‹, zusammen – ein Konzept, das mittlerweile auch europaweit lizenziert wird.
In der Saison 2023/2024 sorgte das DSO mit einer Initiative feministischer Musikpolitik unter dem Motto ›Kein Konzert ohne Komponistin!‹ weltweit für Furore; 2024/2025 unterstrich es mit der Kampagne ›Orchester für die Demokratie‹ seine Positionierung für eine offene Gesellschaft und das Eintreten für marginalisierte Gruppen in verschiedenen Konzertprogrammen. Diesem Selbstverständnis blieb sich das DSO auch in der Spielzeit 2025/2026 treu: Unter dem Titel ›Afrodiaspora – Composing While Black‹ rückte es als weltweit erstes Orchester Musik Schwarzer Komponist*innen ins Zentrum, vergab Auftragskompositionen und präsentierte Cellist Abel Selaocoe als »Artist in Focus«.
Durch zahlreiche Gastspiele ist das DSO als Kulturbotschafter Berlins und Deutschlands im nationalen und internationalen Musikleben präsent. In den letzten Jahren konzertierte es in Brasilien und Argentinien, in Japan, China, Malaysia, Abu Dhabi und in Osteuropa, außerdem bei bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen oder den BBC Proms. Auch mit vielfach ausgezeichneten CD-Produktionen ist das DSO weltweit gefragt. 2011 erhielt es für die Weltersteinspielung von Kaija Saariahos ›L’amour de loin‹ unter Kent Naganos Leitung den Grammy Award für die beste Opernaufnahme.
Gegründet 1946 als RIAS-Symphonie-Orchester, wurde es 1956 in Radio-Symphonie-Orchester Berlin umbenannt. Den heutigen Namen trägt es seit 1993. Seit seiner Gründung hat es das DSO verstanden, herausragende Künstlerpersönlichkeiten an sich zu binden. Ferenc Fricsay definierte als erster Chefdirigent Maßstäbe im Repertoire, im Klangideal und in der Medienpräsenz. 1964 übernahm der junge Lorin Maazel die künstlerische Verantwortung, 1982 folgte Riccardo Chailly und 1989 Vladimir Ashkenazy. Kent Nagano wurde 2000 zum Chefdirigenten berufen. Seit seinem Abschied 2006 ist er dem Orchester als Ehrendirigent eng verbunden. Von 2007 bis 2010 setzte Ingo Metzmacher, von 2012 bis 2016 Tugan Sokhiev und von 2017 bis 2024 Robin Ticciati mit dem Orchester entscheidende Akzente im hauptstädtischen Musikleben. Ihnen folgt der Japaner Kazuki Yamada, der mit Beginn der Spielzeit 2026/2027 als Chefdirigent an der Spitze des DSO steht.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH (ROC), die von Deutschlandradio (40 %), der Bundesrepublik Deutschland (35 %), dem Land Berlin (20 %) und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (5 %) getragen wird.