19.15 Uhr Einführung

Wahl-Abo, D – Serie ›Virtuoso‹

Übertragung

Termin wird noch bekannt gegeben

radio3 vom rbb

Programm

Kurt Weill
Suite aus dem Musical ›Lady in the Dark‹, zusammengestellt von Robert Russell Bennett

George Gershwin
›Rhapsody in Blue‹ für Klavier und Orchester

Errollyn Wallen
›The Elements‹ (Berliner Erstaufführung)

George Gershwin
›Porgy and Bess: A Symphonic Picture‹, zusammengestellt von Robert Russell Bennett

Mitwirkende

Wayne Marshall Dirigent
Wayne Marshall Dirigent und Klavier

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Zum Konzert

Hier rauscht das Meer, pfeift der Wind und donnert der Krach der Stadt – Errollyn Wallen erinnert in ›The Elements‹ nicht ausschließlich an die natürlichen Elemente. Vielmehr nimmt sie spirituelle Zeremonien, groovige Tänze, chaotischen Straßenverkehr und königliche Empfänge in den Reigen auf, unterwirft den Menschen nicht der Natur, sondern macht ihn selbst zu ihrem Mit-Schöpfer. Bei der Uraufführung dieser üppigen Tondichtung 2025 war die Komponistin bei den BBC Proms schon eine alte Bekannte: 1998 trat sie als erste Schwarze Frau überhaupt in der Konzertreihe auf.

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In Kurt Weills Broadway-Musical ›Lady in the Dark‹ stolpert die Mode-Chefredakteurin Liza hin und her zwischen Titelblättern, Lebensentwürfen und romantischen Partnern und taumelt unversehens in einen Burn-out. Weills farbenreiche Musik spielt mit Jazz-Einflüssen und moderner Klassik und gehörte 1941, im Jahr der Uraufführung, vielleicht mit zum Innovativsten, was die Orchestermusik damals zu bieten hatte. Das Stück wurde zu seinem ersten großen Erfolg in Amerika.

Siebzehn Jahre zuvor, in der gleichen Stadt, hatte der New Yorker Bandleader Paul Whiteman die ›Rhapsoy in Blue‹ von Weills Broadway-Kollegen (und Bruder seines Librettisten) George Gershwin als »Experiment in Modern Music« angekündigt. Bei der Premiere dieses ersten »Jazz-Klavierkonzerts« der Musikgeschichte saß unter anderem Sergei Rachmaninoff im Publikum, genau wie der Dirigent Leopold Stokowski und der Geiger Fritz Kreisler. Heute gehört diese Musik mit all ihrer »Madness« zu den beliebtesten Kompositionen Gershwins.

Seine gut zehn Jahre später uraufgeführte Oper ›Porgy and Bess‹ ging nicht so unmittelbar durch die Decke – erst als Jazz-Größen wie Ella Fitzgerald, Louis Armstrong, Miles Davis und später Janis Joplin ab den 1950er-Jahren nacheinander die ›Summertime‹-Arie interpretierten und aufnahmen, fand auch die zugehörige Oper wieder den Weg zurück ins musikalische Bewusstsein.

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Wayne Marshall

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